Bülach

Mini-Autobahn im Zürcher Unterland

Der Kanton Zürich plant, die Schaffhauserstrasse im Hardwald auf vier Spuren auszubauen und den Kreisel Chrüzstrass leistungsfähiger zu machen. Das Projekt geht nun an den Kantonsrat.

Um den Verkehr zu entlasten soll die Schaffhauserstrasse durch den Hardwald vierspurig werden.

Um den Verkehr zu entlasten soll die Schaffhauserstrasse durch den Hardwald vierspurig werden. Bild: Archiv ZU / David Kuenzi

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Zwischen Bülach und Glattfelden soll für 94 Millionen Franken eine Mini-Autobahn gebaut werden: Die Schaffhauserstrasse im Hardwald bei Bülach soll auf vier Spuren ausgebaut und der Kreisel Chrüzstrass angepasst werden. Voraussichtlich im Jahr 2020 kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

20 Prozent mehr Verkehr bis 2030

Täglich verkehren auf der Schaffhauserstrasse im Hardwald 27000 Fahrzeuge. An Werktagen reicht der Stau am Abend bis auf die Autobahn A51 beziehungsweise am Morgen bis auf die A50 und nach Eglisau zurück. Zudem soll der Verkehr gemäss Prognosen bis 2030 nochmals rund 20 Prozent zunehmen.

Der Kantonsrat hatte deshalb 2012 eine Motion für den Autobahnzusammenschluss Bülach-Glattfelden überwiesen. Das nun vom Kanton ausgearbeitete Projekt sieht vor, die Schaffhauserstrasse zwischen dem Anschluss Bülach Nord und dem Kreisel Chrüzstrass auf einem Abschnitt von etwa 2,9 Kilometer zu einer vierspurigen Hauptverkehrsstrasse auszubauen.

Dieser Ausbau entspreche dem Standard der kantonalen Autobahn A51, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Kernstück des Projekts ist die Neugestaltung des Kreisels Chrüzstrass. Der Kreisel wird abgesenkt, damit die Fahrzeuge zwischen Eglisau und Bülach kreuzungsfrei über den Kreise fahren können.

Rund dreijährige Bauzeit

Für den Veloweg entlang der Schaffhauserstrasse ist eine neue Linienführung vorgesehen, die in einem separaten Projekt festgelegt wird.

Der Regierungsrat hatte 2015 ein Vorprojekt öffentlich aufgelegt. Die rund 60 Einwendungen wurden teilweise ins Projekt eingearbeitet, wie es weiter heisst. Nun hat die Regierung 32,35 Millionen Franken für das Strassenprojekt bewilligt und beim Kantonsrat einen Objektkredit von 62,20 Millionen Franken beantragt.

Stimmt der Kantonsrat dem Objektkredit zu, wird ein detailliertes Projekt ausgearbeitet und öffentlich ausgelegt. Sofern nicht der Rechtsweg beschritten wird, könnte mit den Bauarbeiten im Jahr 2020 begonnen werden. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre. (far/sda)

Erstellt: 30.06.2016, 11:40 Uhr

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