Wählen Sie Ihren News-Mix:
Meine Haustüre
International
Region
  • Winterthur Stadt
    • Stadtzentrum
    • Oberwinterthur
    • Seen
    • Töss
    • Wülflingen
  • Winterthur Land
    • Altikon
    • Bertschikon
    • Brütten
    • Dägerlen
    • Dättlikon
    • Dinhard
    • Ellikon
    • Hettlingen
    • Neftenbach
    • Pfungen
    • Rickenbach
    • Seuzach
    • Wiesendangen
  • Eulachtal
    • Aadorf
    • Elgg
    • Elsau
    • Hagenbuch
    • Hofstetten
    • Schlatt
  • Tösstal
    • Bauma
    • Sternenberg
    • Turbenthal
    • Wila
    • Wildberg
    • Zell
  • Kreis Andelfingen
    • Adlikon
    • Andelfingen
    • Henggart
    • Humlikon
    • Kleinandelfingen
    • Thalheim a. d. Th.
  • Stammertal/Ossingen
    • Oberstammheim
    • Ossingen
    • Truttikon
    • Unterstammheim
    • Waltalingen
  • Weinland Nord
    • Benken
    • Dachsen
    • Feuerthalen
    • Flurlingen
    • Laufen-Uhwiesen
    • Marthalen
    • Rheinau
    • Trüllikon
  • Flaachtal
    • Berg am Irchel
    • Buch am Irchel
    • Dorf
    • Flaach
    • Volken
  • Effretikon und Umgebung
    • Illnau-Effretikon
    • Kyburg
    • Lindau
    • Russikon
    • Weisslingen
  • Embrachertal und Unterland
    • Bassersdorf
    • Embrach
    • Freienstein-Teufen
    • Lufingen
    • Nürensdorf
    • Oberembrach
    • Rorbas
  • Thurgau
    • Aadorf
    • Gachnang
    • Neunforn
  • Alle Themen
    • Politik
    • Wirtschaft
    • Sport
    • Kultur
    • Vermischtes
    • Gesellschaft
    • Livestream
Artikel weiterempfehlen

Schliessen









Kultur

facebook

Schweiz | 23.10.2013

Achtung, fertig, lustig Der Film kommt am Donnerstag ins Kino.

Zehn Jahre nach«Achtung, fertig, Charlie!», einem der erfolg- reichsten Filme der Schweiz, hat Oliver Rihs ein Sequel dazu gedreht. «Achtung, fertig, WK!» ist eine Militärklamotte im eigentlichsten Sinn des Wortes. Kein grosses Kino, aber unterhaltsames.

  • Quelle:pd

2003 haben Marco Rima und Martin Rapold alias Hauptmann Franz Reiker und Korporal Weiss in «Achtung, fertig, Charlie!» die wohl turbulenteste Rekrutenschule der Schweizer Filmgeschichte geleitet. Die von Mike Eschmann gedrehte Komödie ist mit etwas über 560 000 Kinoeintritten bis heute der nach «Die Schweizermacher», «Die Herbstzeitlosen» und «Mein Name ist Eugen» vierterfolgreichste Schweizer Film überhaupt. Und nun ist in der Schweiz passiert, was in Hollywood gang und gäbe ist: Dem Erfolg folgt ein Sequel. Wobei, eine «richtige» Fortsetzung ist «Achtung, fertig, WK!» nicht. Denn abgesehen von Reiker, Weiss und dem von Daniel Rohr gespielten Militärarzt stehen in der unter der Regie von Oliver Rihs («Schwarze Schafe», «Dating Lancelot») entstandenen Komödie lauter neuer Figuren im Einsatz. 

Untauglich dank Viagra 

Im Mittelpunkt steht, nebst Reiker, sein «Schwiegersohn»: der junge Yogalehrer Alex Stüssi, einnehmend sexy und überaus charmant gespielt von Matthias Britschgi («Hard Stop», «One Way Trip»). Alex ist ein Pazifist und ein mit allen Wassern gewaschener Dienstverweigerer: Köstlich ist die Anfangsszene, in welcher er bei der medizinischen militärischen Voruntersuchung den Hypochonder gibt, überall Schmerzen hat, an allen nur erdenklichen Erb- und Geschlechtskrankheiten leidet und sich schliesslich dank einem prächtigen Viagra-Ständer den «Dienstuntauglich-Stempel» holt. 

Fünf Jahre später dann aber präsentiert sich die Si­tua­tion ganz anders. Da haust Alex mit seiner hochschwangeren Freundin Anna (Liliane Amuat) gekündigt in einem Zürcher Abbruchhaus und ist verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Der Wohnungsmarkt aber ist ausgetrocknet, Alex’ Verdienst bescheiden, die Mieten exorbitant. Bleibt als einziger Ausweg das Häuschen von Annas Vater: eben Kommandant Reiker. (Anna ist, genealogisch gesprochen, eine Halbschwester der in «Achtung, fertig, Charlie!» von Melanie Winiger gespielten Michelle Bluntschi, die in Rihs’ Film als Foto auf Reikers Dienstpult vorkommt.) 

Reiker ist gern bereit, sein Haus den Nachkommen abzutreten – sofern der in Wirklichkeit kerngesunde Alex unter ihm Militärdienst leistet. Also zieht Alex wenige Wochen vor dem Geburtstermin nach Thusis in den WK. Benimmt sich da, weil er vieles noch nie getan hat, bisweilen zwar wie ein Tollpatsch, legt alles in allem aber eine viel besonnenere Lebens- und Diensthaltung an den Tag als seine WK-Kameraden, die im Prinzip nichts anderes wollen als drei Wochen «Männerferien» mit allem, was dazugehört. Just diese Juxstimmung aber kommt Reiker höchst ungelegen. Denn in Zeiten staatlicher Sparübungen stehen auch militärische Einheiten auf der Streichliste und irgendwie hat es Brigadier Breitinger (ungewohnt frech und fesch: Bruno Cathomas) auf Reikers Einheit besonders abgesehen. 

Es gibt in «Achtung, fertig, WK!» alles, wirklich alles, was zu einer zünftigen Militärklamotte so dazugehört: dumme Flachsereien, doofe Witze, einen Frauentanga auf einem Männerkopf, Sex-Talk und Puffbesuch, Saufgelage, schlaffe Kerle auf rostigen Fahr- rädern an steilen Berghängen, Hänseleien am laufenden Band, dazwischen Strammstehen und strapaziöse Übungen. Es gibt aber auch: eine kecke Elitesoldatin (Sira Topic), welche die Männer Mores lehrt, ein verwöhntes Muttersöhnchen, einen muskelprotzigen Prahlheini, eine Schwuchtel mit Ordnungsfimmel, einen grossmauligen Secondo, einen feurigen Romand und einen Phobiker, von dem der Teufel weiss, wie er die Aushebung geschafft hat. 

Humor und Swissness 

Hübsch nach Typ besetzt sind die Rollen alle, die Schauspieler sind gut aufgelegt, sodass man ihnen die Kameradschaft abnimmt. Das von Güzin Kar geschriebene Drehbuch hat viel Humor und spielt mit der Swissness, die Dialoge sind geschliffen. Die Story hat einen guten Zug – nur eben wirklich neu ist da vieles nicht: Da gibt es dis Sexszene in der Militärküche, die, mutwillig per MMS übermittelt, die so hoch erzürnte wie hochschwangere Anna ins Feld ruft, da gibt es die Übung Edelweiss, in welcher die Insassen eines Seniorenheims – «Die Herbstzeitlosen» lassen grüssen! – den gekidnappten Bundesrat verkörpern. Da gibt es Güggeli-Sex und miserable Militärküche und zum Schluss fürs Muttisöhnchen eine munter spriessende Liebe. 

Lustig, gut und schön ist das, selbst Reikers Enkel im Vierfruchtstrampler macht einen flotten Eindruck. Wie gesagt: Das Rad neu erfunden hat Oliver Rihs mit diesem Film nicht und eine gute Werbung für die Schweizer Armee ist «Achtung, fertig, WK!» auch nicht. Aber er ist Cinemascope-prächtiges und solides Unterhaltungskino, made in Switzerland. Und mehr müssen Filme bisweilen gar nicht sein. 

irene genhart
Leserkommentare:

Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie einen Kommentar.

Kommentar schreiben

 

Leserkommentare

Aktuell keine Kommentare vorhanden

FRISCHLUFT-BLOG

Mist ist eben nicht gleich Mist: Was an Pferdeäpfeln so besonders ist. Zum Blog-Beitrag.

Agenda

Bildgalerien

Blogs

Dossiers

AUSWANDERER-BLOG

Ausflug in den Urwald: Die Auswanderer verbringen mit Waisenkindern einen unvergesslichen Tag am Meer. Zum Blog-Beitrag

GARTEN-BLOG

Schneckenjäger im Streik: Was tun, wenn die Geheimwaffe der Biogärtner keinen Appetit hat? Zum Blog-Beitrag.

Kleinanzeige
IDEEN FÜR DIE FREIZEIT

Anzeige

Marktplatz