Gelungene Premiere: Erstmals konnte der Leiter der Berufsmaturitätsschule, Beat Deola, die BM-Absolventen und -absolventinnen im würdigen Semper-Saal des Stadthauses willkommen heissen.
Der kürzlich verstorbene Uhrenpatron Nicolas Hayek, so Deola einleitend, habe in einem Interview gesagt, dass ihm seine Arbeit Spass mache und er sich nie gelangweilt habe. Schule und Arbeit hätten wohl nicht immer Vergnügen bereitet, meinte Deola mit realistischem Blick auf die vergangene Schul- und Lehrzeit. Doch hätten die 283 erfolgreichen BM-Diplomanden und -Diplomandinnen bewiesen, dass sie sich bis zum Schluss durchbeissen und motivieren konnten.
Die SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr, die Festrednerin, erinnerte sich an die eigenen Gefühle der Leichtigkeit und Freiheit, die man spüre, wenn man einen Abschluss in der Tasche habe. Freiheit und Abhängigkeit bedingten sich aber gegenseitig, glaubt Fehr. Erst wenn man die Zwänge von Bildungsinstitutionen erlitten hätte, gäbe es eine Freiheit der Wahl, erst dann könne man auf jenen Königsweg einschwenken, der Praxis und Theorie ideal verbinde. Mit den «mixed skills», dem Mix aus verschiedenen Fähigkeiten ausgerüstet, verfügten die Gefeierten über jene Form der zeitgerechten Bildung, welche ein weitgefasstes Spektrum von individuellen Zukunftsoptionen eröffne, ist Fehr überzeugt.
Thomas Cinar, der Vertreter der Schülerschaft, fragte sich, weshalb man überhaupt die Berufsmaturitätsschule absolviere. Natürlich gehe es um mehr Lohn und Karriere, darüber hinaus gäbe es noch wichtigere Ziele: nämlich eine Mündigkeit zu erlangen, die auf dem besseren Verstehen von Zusammenhängen basiere, einem Prozess, der Selbstfindung und Grenz-
erfahrung einschliesse.
Die Würdigung der diesjährigen Spitzenleistungen wurden von Hans Jörg Humm, dem stellvertretenden BMS-Leiter, und Urs Brotschi, Vertreter der School of Engineering der ZHAW, vorgenommen. Christoph Senn (Konstrukteur) (Durchschnitt: 5,6) sowie Rudolf Gysel (Hochbauzeichner und Armin Weiss (Elek-troniker), beide mit 5,5, durften die mit Geldpreisen dotierten ZHAW-Awards unter Applaus entgegennehmen. (am)

ZHAW: Wie wichtig für Rektor Inderbitzin der Standort Winterthur ist.
Region: Welche Pflanzen ausgerissen werden sollten, auch wenn sie schön anzusehen sind.
Region: Welche Gemeinde sich für den Erhalt der Leit- planken einsetzt.
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