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Winterthur Stadt, Zürich | 10.03.2012

Krone-Mord: Vater angeklagt

Winterthur. Nach zwei Jahren wird gegen den Vater, der 2010 im Hotel Krone seinen Sohn erstickte, Anklage erhoben. Der 61-Jährige wollte mit dem Mord verhindern, dass die Mutter den Fünfjährigen ins Ausland verbringt.

  • Quelle:ldb

Der Vorfall am Abend des 26. Februar 2010 berührte jeden, der durch die Marktgasse kam: Polizeiautos parkierten vor der «Krone». Nach 22 Uhr wurde ein Kind, mit einem Leintuch bedeckt, aus dem Hotel getragen. In den Wochen danach zeitigte der Mord Folgen für die Vormundschafts- und Kindsbehörden im ganzen Kanton: Ein damals 61-jähriger, doppelt vorbestrafter Buchhalter aus Bonstetten hatte seinen fünfjährigen Sohn Florian nach Winterthur gebracht, ihn im Hotelzimmer getötet und anschliessend versucht, sich selbst umzubringen. 

Wäre aus bis heute ungeklärten Gründen nicht ein Feueralarm ausgebrochen, worauf Hotelangestellte Vater und Sohn bewusstlos im Zimmer vorfanden, wäre auch der Vater gestorben. Der mutmassliche Kindsmörder wurde aber von Polizisten gerettet und konnte nach einem Spitalaufenthalt zum Verhör und in die Untersuchungshaft überführt werden. 

Prozess im Herbst 2012 

Wie die Zürcher Staatsanwaltschaft IV gestern mitteilte, konnte inzwischen zweifelsfrei festgestellt werden, dass der Vater dem Sohn eine hohe, nicht tödliche Dosis Schlafmittel verabreicht und ihn dar­auf erstickt hatte. Laut dem untersuchenden Staatsanwalt Pascal Gossner waren sowohl technische als auch psychologische und medizinische Gutachten nötig, um die Tat zu rekonstruieren. Der Vater hatte zwar bereits im März 2010 ein Geständnis abgelegt, machte aber keine Angaben zum Tatablauf. Weil die anklagende Behörde in einem Mordfall verpflichtet ist, ein Geständnis zu überprüfen, «hat es bis zur Anklage so lange gedauert», so Gossner. Die Staatsanwaltschaft wird voraussichtlich im Herbst vor dem Winterthurer Bezirksgericht auf Mord plädieren. Noch keine Angaben will Gossner zu weiteren Details der Anklage machen. Zum Beispiel ob er angesichts der mehrjährigen Vorstrafe wegen äusserst kaltblütig versuchten Mordes an einem 13-jährigen Sohn aus erster Ehe auch eine Verwahrung des Vaters prüft. Gesichert scheint hingegen das Motiv, das der jüngsten Tat des auch wegen Veruntreuung vorbestraften Buchhalters vorausging: Er habe die aus Brasilien stammende Mutter nach einem jahrelangen Sorgerechts- und Obhuts-streit daran hindern wollen, den Sohn ins Ausland zu bringen, schreibt die Staatsanwaltschaft. 

Risiko falsch eingeschätzt 

Herauszufinden, war­um der in Bonstetten einschlägig bekannte Kriminelle am besagten Fe- bruartag überhaupt in die Lage kommen konnte, die Gewalt über seinen Sohn zu haben, dauerte weniger lang als die Mordermittlungen und trug zu Veränderungen im Vormundschaftswesen bei: Im Februar 2011 kam der vom damaligen Regierungsrat Markus Notter beauftragte Gutachter zum Schluss, dass sich die Bonstetter Behörde im Streit mit der Mutter mit dem Vater solidarisiert und dessen Risikopo­ten­zial nicht fachgerecht hatte abklären lassen. 

Gutachten heute ein Muss 

Aufgrund dieses Befundes erteilte der Regierungsrat die Weisung, dass Vormundschaftsbehörden künftig immer ein Gutachten einholen müssen, wenn ein Elternteil einmal wegen Delikten gegen Leib und Leben verurteilt worden ist. Ebenfalls lange vor der nun erhobenen Anklage trat im Juni 2011 und unter massivem Druck der Öffentlichkeit der Gemeindepräsident von Bonstetten zurück: Die von ihm präsidierte Behörde hatte dem Mörder die Obhut über seinen Sohn übertragen – im Wissen um die Vorstrafen und den in zweiter Ehe erneut schwelenden Streit ums Kind. 

Thomas Möckli
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