Dinhard

Sonnenenergie vom Schulhausdach

Der Gemeinderat von Dinhard will eine Solaranlage auf dem Dach des Primarschulhauses installieren. Offen ist, wie gross die Anlage werden soll.

Auf dem Dach des Anbaus (links) und Turnhalle (rechts) will die Gemeinde eine Solaranlage bauen. Für eine weitere auf dem Dach des Altbaus (Mitte) braucht sie jedoch die Zustimmung der Gemeindeversammlung.

Auf dem Dach des Anbaus (links) und Turnhalle (rechts) will die Gemeinde eine Solaranlage bauen. Für eine weitere auf dem Dach des Altbaus (Mitte) braucht sie jedoch die Zustimmung der Gemeindeversammlung. Bild: Heinz Diener

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Die Solaranlagen auf dem Werkgebäude und der Sporthalle in Dinhard erhalten neue Nachbarn. Auf den gut hundert Meter entfernten Dächern des Dinerter Primarschulhauses soll in Zukunft ebenfalls aus Sonnenstrahlen Strom erzeugt werden. «Der Gemeinderat beabsichtigt, eine Anlage zu bauen», heisst es in einer Mitteilung von Gemeindeschreiber Martin Schmid. Die nach Süden und Süd-Osten gerichteten Dachflächen seien ideal für Solarzellen. Bereits beim Ersatz der Schulhausheizung vor gut zwei Jahren habe man deshalb darauf geachtet, dass diese mit einer Solaranlage kompatibel ist.

«Ökologisch sinnvoller»

Im Budget 2017 hat der Gemeinderat 100 000 Franken für den Bau einer Solaranlage einberechnet. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde haben allerdings noch ein Wörtchen mitzureden. Der Gemeinderat würde gerne auf all jenen Schuldächern, die in Richtung Süden zeigen, Solarzellen installieren. Die Kosten von 216 000 Franken liegen aber nicht mehr in seiner Kompetenz, er braucht also die Einwilligung der Einwohner.

Den Kredit für die abgespecktere Variante in Höhe von 120 000 Franken (Turnhalle und westlicher Schulhausanbau) könnte die Behörde in Eigenregie sprechen. Der Gemeinderat bevorzugt aber die teurere Variante: «Die grössere Anlage ist ökologisch sinnvoller und verursacht jährlich nur unwesentlich höhere Mehrkosten gegenüber der kleineren Anlage.» Es würde eine doppelt so grosse Anlage enstehen, die Baukosten wären nicht ganz doppelt so gross.

Mittelfristig höhere Kosten

Aktuell beträgt die jährliche Stromrechnung der gesamten Schulanlage gut 21 000 Franken. Mit der kleineren Anlage würde diese um ungefähr 2300 Franken höher ausfallen, bei der grösseren Variante wären es nochmals tausend Franken mehr, also insgesamt etwa 24 300 Franken pro Jahr. Diese Zusatzkosten sind auf Abschreibungen, Verzinsungen und den Unterhalt zurückzuführen.

Nach 25 Jahren soll die Anlage laut Gemeinde amortisiert sein und weiter Strom produzieren. Die jährlichen Kosten würden also kleiner. «Es kann erwartet werden, dass über die ganze Lebensdauer der Solaranlage keine Mehrkosten gegenüber dem reinen Kauf von Strom bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) entstehen», schreibt Schmid. Über den Kredit für die Solaranlage entscheiden die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom 17. Mai. (Landbote)

Erstellt: 21.04.2017, 13:48 Uhr

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