Winterthur

Der Trompetentüftler macht das Rennen

Noch nie in der bereits neunjährigen Geschichte des KMU-Max hat sich die Juryangeblich so schwer getan wie 2017. Einen Gewinner des Gewerbe-Oscars gab es gestern dann aber doch: den Instrumentenhändler Musik Spiri.

Gut gelaunt nach einer langen Gala: Werner Spiri hält den KMU-Max 2017 in den Händen.

Gut gelaunt nach einer langen Gala: Werner Spiri hält den KMU-Max 2017 in den Händen. Bild: Madeleine Schoder

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Bis kurz vor 22 Uhr zog sich gestern die Gala im Casinotheater, bis die Moderatoren Christian Modl und Karin Leuch das Couvert mit dem Gewinnernamen öffneten. Natürlich nicht, bevor Modl noch einen Seitenhieb Richtung Hollywood austeilen konnte: «Unsere Kopie da in den USA hat das mit den verwechselten Couverts dieses Jahr gründlich verbockt.»

An der grossen Preisverleihung des Winterthurer Gewerbe-Oscars KMU-Max lief dagegen alles wie geplant. «The Winner is...», sagte Karin Leuch, «Musik Spiri.» Und schon schwebten Papierschnipsel über die Bühne. Werner Spiri, Geschäftsführer und Inhaber des Instrumentenhandels, zeigte sich ob dem Resultat überrascht. Er bedankte sich bei seinen Mitarbeitern. Sie seien letztlich dafür verantwortlich, dass die Firma in den Vorrunden die nötigen Publikumsstimmen holen konnten.

«Sorry, so sind die Regeln»

Im Final entschied wie immer eine Jury unter der Leitung von KMU-Verbandspräsident Christof Hasler. Noch nie sei es dem Gremium derart schwergefallen, den Sieger zu bestimmen, sagte er. Es sei sogar erwogen worden, auf einen Entscheid zu verzichten, oder ihn ans Galapublikum zu delegieren. Am Ende gab es eine anonyme Abstimmung. «Es tut mir wirklich leid für die beiden anderen Unternehmen», sagte Hasler. «Aber so sind nun einmal die Spielregeln, die Christian Modl einst festgelegt hat.»

Es war ein typisches Spässchen für diesen Abend und einen Event, an dem das lokale Gewerbe sich selbst feiert. In einem vom fliegenden Buffet unterbrochenen, rund zwei stündigen Unterhaltungsprogramm gingen Modl und Leuch wie immer auch ihre Top-10-Nachrichten des letzten Jahres durch. Es war gemessen an der Vergangenheit nicht das lustigste Jahr des Duos, aber sei’s drum.

Als die Sprache darauf kam, dass Winterthur in Bezug auf den Kokainkonsum in der Schweiz auf dem sechsten Platz rangiert, und Modl nachschob: «Jetzt schaut Euch doch nicht alle gegenseitig so an», da lachte der Saal. Zum Programm gehörten auch Videoporträts der drei nominierten Firmen, nebst dem Gewinner des Abends waren das die Brossi AG und Zehnder Holz und Bau. Werner Spiri zeigte in seinem Einspieler eine von ihm entwickelte Carbon-Trompete, ein Stück Winterthurer Innovation und ein Exportprodukt.

Die 3000 Franken Preissumme für einen guten Zweck gehen im Namen Spiris an den Verein Stadtmuur Winterthur, der in der Integration von Jugendlichen tätig ist. Unter den Beschenkten des Abends war schliesslich auch Modl. Er erhielt – sichtlich überrascht – ein Päckchen für seine 25-jährige Tätigkeit als KMU-Geschäftsführer und weigerte sich vergeblich, dieses auszupacken. Was da wohl drin ist, fragten sich alle im Saal. Es war eine Mini-Version des KMU-Max. (Landbote)

Erstellt: 17.05.2017, 22:43 Uhr

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