Elgg/Hofstetten

Als Elgg auf seine Kirche wartete

Die 39. Ausgabe des Jahrbüchleins von Elgg und Hofstetten widmet sich schwerpunktmässig dem 500-Jahr-Jubiläum, das die Elgger Kirche 2016 feierte.

500, 100, 25: Das Büchlein  widmet sich mehreren Jubiläen.

500, 100, 25: Das Büchlein widmet sich mehreren Jubiläen. Bild: Madeleine Schoder

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Die Elgger Kirche gelte im Kanton Zürich als stattlichstes spätgotisches Gotteshaus auf dem Lande, heisst es im Jahrbüchlein der Gemeinden Elgg und Hofstetten. Die 39. Ausgabe fasst das Jahr 2016 zusammen und widmet sich zu Beginn dem Jubiläum der Kirche Elgg, die 1516 fertig gebaut worden war. Das Kirchenbaufieber habe die Gemeinde damals erfasst, schreibt Autor Markus Schär: «Der Stadtrat, das Kirchenpatronat in Rapperswil, die Herren von Hinwil auf Schloss Elgg, die Geistlichen und nicht zuletzt die Bevölkerung» warteten auf das Grossereignis der Einweihung.

«Verkauffen und verbrännen»

Nach der Einweihung der Kirche habe die Reformation Elgg und seine Aussengemeinden erfasst. Dabei veränderte sich einiges an den Zeremonien und den Zierden sowie Bildern in der Kirche. Ein tief eingreifender Traditionsbruch für manche. So schrieb der katholisch gebliebene Gerichtsherr Hans von Hinwil auf Schloss Elgg bedauernd: «Das Opfer der Mäss samt allen der Kilchen Ceremonien und Gehörden sin gantz und gar abgethan zu Elgow am Ostertag nach Cristi Geburt, do man zalt 1524 Jar. Do fiengend die von Elgow an, der Kilchen Zierden verkauffen die Bildtnussen der Heiligen verbrännen und der Pfrunden und Kilchengüter zu iren Handen nehmen.»

Weiter beschäftigt sich Autor Schär damit, wie die Kirche Elgg zu ihren Farbglasfenstern gekommen ist, und auch, weshalb manche wieder verkauft werden mussten. Zur Krypta unter dem Chor, die für eine Landkirche ungewöhnlich sei, heisst es im Jahrbüchlein: Lange Zeit habe das Alter und die Verwendung zu kontroversen Deutungen geführt. Sie scheine mit der Absicht einer zukünftigen Grablege der Schlossherren errichtet worden zu sein. Die Absicht ist allerdings nie realisiert worden.

Kirchenchor und Apfelmarkt

Ebenfalls mit ihren Jubiläen vertreten sind der Kirchenchor Elgg, der 2016 100 Jahre Bestand feiern konnte, und der jährlich stattfindende Apfelmarkt, den es nun seit 25 Jahren gibt. «Dieser wohl speziellste der sechs Grossmärkte erfreut sich nach wie vor uneingeschränkter Beliebtheit und zieht wahrscheinlich auch am meisten Publikum an», schreibt Autorin Hedi Lutz. Wie gewohnt werden weiter hinten im Jahrbüchlein die Konfirmanden und Firmanden aufgeführt sowie die 2016 verstorbenen Elgger gewürdigt.
Die Jahrbüchlein sind erhältlich bei Hedi Jucker, Kirchgasse 9, Elgg,
Telefon 052 364 21 32. (Der Landbote)

Erstellt: 09.01.2017, 18:57 Uhr

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