Illnau-Effretikon

Konflikt zweier SVP-Mitglieder?

Der Grund, weshalb die SVP ihn aus der Partei geworfen habe, sei seine Kritik am Effretiker Alterszentrum, sagt Heinrich von Bassewitz. Das stimme nicht, sagt die Partei.

Ausgeschlossen: Die SVP hat Heinrich von Bassewitz aus der Partei geworfen.

Ausgeschlossen: Die SVP hat Heinrich von Bassewitz aus der Partei geworfen. Bild: zvg

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Der aus der SVP ausgeschlossene Gemeinderat aus Illnau-Effretikon, Heinrich von Bassewitz, äussert schwere Vorwürfe gegen das Effretiker Alterszentrum Bruggwiesen (AZB). Das sei der Grund, weshalb man ihn nicht mehr in der Partei haben wollte, sagt er. Seine Mutter wohne seit einigen Monaten im AZB. Und diese sei auf übelste Art von einer Etagenmitarbeiterin beschimpft worden. Auch habe man eine Person mit einer hoch ansteckenden Krankheit nicht isoliert. «Und auch nicht darüber informiert.»

Stadtrat informiert

Er habe darauf seinen Parteikollegen und Gesundheitsvorstand Mathias Ottiger, der auch im Verwaltungsrat des AZB sitzt, informiert. Dieser habe aber weder reagiert noch Massnahmen ergriffen. «Und von dem Moment an ging die Kampagne gegen mich los», erzählt von Bassewitz.

Es geht um eine private und persönliche Angelegenheit.»Ueli Kuhn
SVP-Präsident 

Darauf angesprochen, verneint SVP-Präsident Ueli Kuhn einen Zusammenhang zwischen Rauswurf und AZB. «Es geht um eine private und persönliche Angelegenheit.» Der Antrag für einen Ausschluss ihres Mitglieds sei von einem SVP-Mitglied aus gekommen und vor der Generalversammlung eingereicht worden.

Daraufhin habe Kuhn von Bassewitz zu einem Gespräch eingeladen. «Doch er hat die Gelegenheit nicht wahrgenommen.» Es stimme also nicht, dass man nicht mehr mit ihm sprechen wollte. Den Grund für seinen Rauswurf hat von Bassewitz nie erfahren. «Er hat die Versammlung vorher verlassen», sagt Kuhn.

Vorwürfe unbekannt

Auch Mathias Ottiger will nichts von einem Zusammenhang mit dem AZB wissen: «Ich hatte weder Kenntnis von den Vorwürfen, noch wurde ich von von Bassewitz diesbezüglich informiert.» AZB-Geschäftsleiterin Margrit Lüscher war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

«Ich hoffe, dass meiner Mutter durch diese Geschichte keine Nachteile entstehen»Heinrich von Bassewitz

Sie kann sich nun innerhalb von 30 Tagen gegenüber dem Bezirksrat Pfäffikon äussern. Denn von Bassewitz hat eine Beschwerde eingereicht – erst bei der Zürcher Gesundheitsdirektion, welche sie anschliessend an das zuständige Gremium weiter leitete. Bezirksratspräsident Hansruedi Kocher bestätigt den Eingang. Wann der Bezirksrat über die Beschwerde entscheiden werde, sei noch nicht absehbar, sagt er.

Bassewitz hofft nun, «dass meiner Mutter durch diese Geschichte keine Nachteile entstehen». Er werde zum Thema einen Vorstoss einreichen. (Der Landbote)

Erstellt: 17.03.2017, 16:18 Uhr

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