Weisslingen

Die Geier haben wieder Aas gefunden

Zum dritten Mal seit ihrer Rückkehr im Jahr 2015 tritt die Schnitzelbankgruppe Wisli-Geier am Samstag in diversen Restaurants in Weisslingen auf. Sie nimmt erneut das gesellschaftliche und politische Geschehen in der Gemeinde auf die Schippe.

Bereit für den Auftritt: Die Wisli Geier mit (v. l.) Romy Hollenstein, Hans Ryser, Heini Furrer und Isabella Furrer.

Bereit für den Auftritt: Die Wisli Geier mit (v. l.) Romy Hollenstein, Hans Ryser, Heini Furrer und Isabella Furrer. Bild: Marc Dahinden

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Die Wisli-Geier sind eine Institution in Weisslingen. Jeweils am Tag der Kinderfasnacht unterhalten sie die Leute mit ihremsatirischen Jahresrückblick. Die «Geier», das sind Hans Ryser,Romy Hollenstein sowie Isabella und Heini Furrer.

Niemand ist sicher vor den Geier-Schnäbeln

Die Wisli-Geier nehmen alles auf die Schippe, was sich zum Reimen eignet. In den vergangenen Jahren waren immer wieder die Mitglieder der Gemeindebehörden oder bekannte Dorfgrössen Thema ihrer Schnitzelbänke. Auch Vorkommnisse während des Jahres, wie beispielsweise die rege Bautätigkeit oder die Farbgebung von öffentlichen Bauten, kamen bei den «Geiern» unter die Räder.

Ebenfalls ein beliebtes Sujet ist die Kindertagesstätte Rägeboge, die entweder mit Wechseln bei den Mitarbeitenden, der Verpflegung der Kinder oder der eher geringen Auslastung von sich reden machte. «Die Verkehrssituation im Dorf war und ist bei uns ebenfalls ein beliebtes Sujet», erklärt der ehemalige Lehrer Heini Furrer. Sei es der Ausweichverkehr der Pendler aus dem Thurgau, die Eltern, welche ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, oder die Signalisation der Kreuzungen mit Rechtsvortritt.

Ideen vom Stammtisch oder von den Regionalzeitungen

Die vier «Geier» haben ihre Augen und Ohren überall. «Oft erfahre ich spannende Dinge, wenn ich zum Apéro ins Restaurant Sonne gehe», verrät Heini Furrer. Das Gespräch mit den Leuten im Dorf sei ebenfalls eine grosse Inspirationsquelle. Ausserdem lesen er und die anderen «Geier» regelmässig die Regionalzeitungen. «Auch im Mitteilungsblatt der Gemeinde ist so einiges zu finden.»

Vor allem geniessen wir die Zeit zusammen, denn es ist immer sehr lustig.»Heini Furrer, 
Wisli-Geierin

In fünf bis sechs Sitzungen feilen die vier an ihren Texten. «Oft geht es lebhaft zu und her», sagt Heini Furrer. Denn sie hätten ab und zu spannende Auseinandersetzungen, bis die Texte so weit seien, dass alle damit leben könnten. «Vor allem aber geniessen wir die Zeit zusammen, denn es ist immer sehr lustig.» Alle Mitglieder der Wisli-Geier lieben es, Pointen zu kreieren, Reime zu finden, an den Texten zu feilen und mit der Sprache zu spielen.

«Helgen» von Armin Bollmann

Zu jedem der Schnitzelbänke gehört ein sogenannter Helgen.Armin Bollmann bereichert die Schnitzelbänke mit seinen Karikaturen. «Er malt die Bilder mit einer grossen Präzision und mit viel Witz», lobt Heini Furrer die Arbeit des pensionierten Kyburger Architekten. Gemäss seiner Frau Doris ist er jeweils den ganzen Januar damit beschäftigt, die Sujets zu skizzieren, zu zeichnen und farblich bis zur Perfektion auszugestalten.

Nach 20 Jahren womöglich der letzte Auftritt

Als sich die «Geier» im Jahr 1997 zusammentaten, waren fast alle von ihnen an der Weisslinger Schule tätig und Mitglieder des Vorstandes des Gemeindevereins. Und dieser hat seit eh und je die Organisation der Fasnacht in Weisslingen inne. «Wir waren schon lange von den Basler Schnitzelbänken begeistert», erklärt Heini Furrer. «Und irgendwann hatten wir die Idee, dies auch mal an unserer Fasnacht zu versuchen.»

Doch der Auftritt von morgen Samstag könnte der letzte in dieser Formation sein. Sie seien nun über 60 Jahre alt und es hätten nicht mehr alle den gleichen Elan, um weiter zu reimen. «Wir möchten aufhören, bevor wir uns lächerlich machen», gibt Heini Furrer zu bedenken.

(Der Landbote)

Erstellt: 16.02.2017, 17:36 Uhr

Wisli-Geier

Die Auftritte am 18. Februar

Almacasa Wislig, Bistro: einfaches Geiermahl, 052 544 44 49, Auftritt ca. 18 Uhr.

Sune Wislig, Saal: 3-Gang-Geiermenü, 18.30 Uhr, 052 384 13 47, Auftritt ca. 19 Uhr.

Freihof Neschwil: einfaches Geiermahl, 052 384 11 36, Auftritt ca. 20 Uhr.

Pöstli Theilig, einfaches Geiermahl: 052 384 11 58, Auftritt ca. 21 Uhr.

Sune Wislig, Beiz: Auftritt ca. 22 Uhr.

Eine Reservation direkt in den Restaurants ist sehr erwünscht.

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