Weisslingen

Jugendliche legen sich ins Zeug für eine neue Halfpipe

Dass ihre Halfpipe verschwunden ist, wollen Weisslinger Jugendliche nicht einfach hinnehmen. Sie sind selbst aktiv geworden.

Ihr Traum ist eine Halfpipe als Jugend-Treffpunkt. Dafür engagieren sich die Weisslinger Jugendlichen, unter ihnen Lars Boss (2.v.l.).

Ihr Traum ist eine Halfpipe als Jugend-Treffpunkt. Dafür engagieren sich die Weisslinger Jugendlichen, unter ihnen Lars Boss (2.v.l.). Bild: zvg/Keystone

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Einen Treffpunkt, an dem man auch spätabends noch lärmen kann, ohne dass es die Nachbarn stört: Das wünscht sich eine Gruppe von Jugendlichen in Weisslingen. Sie sind zwischen 13 und 15 Jahre alt und skaten, kickboarden oder biken gerne. Sie haben auch eine feste Vorstellung davon, wie dieser Treffpunkt aussehen soll: in Form einer Halfpipe. Eine solche gab es beim alten Sekundarschulhaus schon einmal. Diese wurde aber vor rund drei Jahren abgerissen, weil sie morsch war und gewisse Sicherheitsstandards nicht mehr erfüllte. In einer Projektwoche der Sekundarstufe hätte sie ersetzt werden sollen. Doch soweit kam es bis heute nicht.

Der 15-jährige Lars Boss hat sich deshalb beim zuständigen Ressortvorstand der Gemeinde für eine neue Anlage starkgemacht. «Bisher jedoch vergebens», sagt er. Nun hat die seit vergangenem August in Weisslingen tätige Jugendarbeiterin Nadine Kaufmann mit den Jugendlichen ein Komitee gegründet, das sich des Projekts Halfpipe angenommen hat. Denn einfach nur fordern, das wollen die Oberstufenschüler nicht.

Bereits Geld gesammelt

Einen ersten Schritt haben sie bereits getan. An einem Stand am Weihnachtsmarkt, der Ende November stattfand, warben sie für ihre Idee, sammelten Geld und Unterschriften. Etwa 200 Franken und 150 Unterschriften kamen zusammen. Um eine Halfpipe bauen zu können, «braucht es jedoch ein Vielfaches an Geld», sagt Jugendarbeiterin Nadine Kaufmann.

«Wir hoffen, dass uns auch das einheimische Gewerbe unterstützt»

Also wollen die Schüler weiter auf ihr Projekt aufmerksam machen. Die vielen positiven Reaktionen, die sie am Weihnachtsmarkt von den Erwachsenen erhalten haben, haben sie in ihrer Idee bestärkt. Nun haben sie sich ein ehrgeiziges Zeil gesetzt: Ende Sommerferien soll die Anlage fertig gestellt und bereits genutzt werden können. Einen geeigneten Standort haben die Jugendlichen auch schon im Auge: Sie soll auf dem Kies-Parkplatz beim Fussball- und Tennisplatz stehen. «Der Platz wird nicht so oft genutzt», sagt Boss.

Als nächstes wollen die Schüler im Januar weitere Unterschriften sammeln und vor dem Volg Flyer verteilen. Eine Idee sei es auch, eine Backaktion durchzuführen, sagt Boss. Das heisst: Bestellungen für Zöpfe entgegenzunehmen, diese selbst zu backen und dann auszuliefern.

«Wir hoffen, dass uns auch das einheimische Gewerbe unterstützt», sagt Boss. Jegliche Hilfe sei willkommen. So auch Materialspenden, Arbeitsstunden oder fachliche Beratung. Sofern möglich, wollen die Jugendlichen beim Bau tatkräftig mithelfen. Natürlich müssten sie auch bei der Gemeinde vorsprechen. Es ist daher geplant, die gesammelten Unterschriften auf der Verwaltung einzureichen. Der Zeitpunkt für die Übergabe ist noch offen. (Der Landbote)

Erstellt: 22.12.2016, 11:50 Uhr

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