Illnau-Effretikon

Schloss Kyburg erhält weitere Finanzspritze

Das Museum in der Kyburg kann ohne finanziellen Zustupfvom Kanton nicht existieren. Bis 2020 erhält es nun weitere 1,9 Millionen Franken.

Die Bauarbeiten im und ums Schloss Kyburg dauern bis 2019. Am 1. April öffnet das Museum wieder.

Die Bauarbeiten im und ums Schloss Kyburg dauern bis 2019. Am 1. April öffnet das Museum wieder. Bild: Marc Dahinden

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Das Schloss Kyburg sei wie eine Marke. Und diese gelte es zu pflegen, sagt Susanne Sorg-Keller, Präsidentin des Vereins Museum Schloss Kyburg (VMSK). Sie spricht damit auch Leistungen an, welche die Vereinsmitglieder für das Schloss und das Museum ehrenamtlich erbringen. Ohne diese müsste der Kanton, dem die Burg gehört, weit mehr bezahlen, als er das bisher schon tat. Für die kommenden vier Jahre hat der Regierungsrat nun weitere 1,9 Millionen Franken aus dem Denkmalpflegefonds gesprochen. Ohne diesen Betriebsbeitrag «kann die Fortführung des Museums nicht gewährleistet werden», wie die Regierung in ihrem Beschluss festhält. Damit verbunden ist auch ein neuer Gebrauchsleihvertrag, einer Mischung aus Leistungsvereinbarung und Mietvertrag, der die Kostenübernahme neu regeln soll.

1999 übernahm der VMSK den Betrieb des Museums und installierte eine Dauerausstellung, die den Kanton 800 000 Franken kostete. Sechs Jahre später bewilligte der Kantonsrat einen weiteren Beitrag von 850 000 Franken aus dem Lotteriefonds. Zwischen 2009 und 2012 erhielt der VMSK einen jährlichen Betriebsbeitrag von 295 000 Franken. Und im Januar 2015 bewilligte der Kantonsrat neun Millionen Franken für die Umsetzung des Projekts «Kyburg 2014»: Damit werden bis 2019 die Dauerausstellung komplett erneuert, das Museum besucherfreundlicher gestaltet und das Ökonomiegebäude umgebaut. In der Vergangenheit hat auch der Verein mit seinem Vermögen das Betriebsdefizit mehrmals gedeckt, wie Sorg sagt. Ziel sei es aber, das Defizit weiterhin möglichst gering zu halten.

Defizit angestiegen

In den letzten Jahren ist der Kostendeckungsgrad des Museumsbetriebs stetig gesunken. 2011 lag er mit 55 Prozent noch deutlich über der Hälfte der Betriebskosten. 2015 sank dieser Wert auf 49 Prozent. Der Trend könnte sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Erst nachdem das Projekt «Kyburg 2014» vollständig umgesetzt ist, hoffen Kanton und Verein darauf, dass sich der Kostendeckungsgrad wieder gegen 50 Prozent bewegt.

«Dass eine 15 Jahre alte Ausstellung nicht mehr so viele Besucher anlockt, ist klar»Susanne Sorg-Keller, Präsidentin des Vereins Museum Schloss Kyburg (VMSK)

«Dass eine 15 Jahre alte Ausstellung nicht mehr so viele Besucher anlockt, ist klar», sagt Sorg. 2000 kamen noch über 50 000 Besucher im Jahr, heute sind es 40 000. Der Verein will nun unter anderem bei Schulklassen wieder mehr Werbung machen und auch die Gemeinden im Bezirk Pfäffikon sowie Brütten, Bassersdorf und Winterthur zu einem finanziellen Zustupf bewegen. Geplant ist im Gegenzug ein Gemeindetag, an dem die Einwohner einer bestimmten Gemeinde das Schloss Kyburg kostenlos besuchen können.

(Der Landbote)

Erstellt: 14.02.2017, 17:53 Uhr

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