Region

Skiliftbetreiber kämpfen weiter

Trotz oft schlechten Umsätzen wollen die Skiliftbetreiber in der Region weitermachen. Möglich ist das nur dank Freiwilligen und neuen Ideen.

Am Dienstag hatte es in Wildberg noch zu wenig Schnee zum Skifahren. Eine Unterlage konnte man aber bereits präparieren.

Am Dienstag hatte es in Wildberg noch zu wenig Schnee zum Skifahren. Eine Unterlage konnte man aber bereits präparieren. Bild: Heinz Diener

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Auch wenn nun die Hügel endlich von einer Schneeschicht überzogen sind, ist das für die Skigebiete so wichtige Weihnachtsgeschäft mal wieder ins Wasser gefallen. Der Schneemangel ist insbesondere seit den 90er-Jahren markant: Die Klimatologen von Meteo Schweiz verzeichneten in den Wintern der seither laufenden Messperiode rund einen Meter Neuschnee weniger als noch zwischen 1961 und 1990. Gemessen wurden diese Werte auf einer Höhe von knapp 1000 Metern – genau die Höhenlage der meisten Skigebiete in der Region.

Skilift nur an zehn Tagen in Betrieb

Während andernorts in niederen Lagen die Skiliftbetreiber mit dem Gedanken spielen, den Betrieb wegen schlechten Umsätzen ganz einzustellen, gibt man sich in der Region um Winterthur kämpferisch. «Wir setzen alles daran, dass es uns auch in zehn Jahren noch gibt», sagt Evelyne Hengartner vom Skilift Oberholz bei Wald. Es habe auch schon in den 60ern Winter mit wenig Schnee gegeben, die Schwankungen gehörten dazu. In der letzten Saison lief der Lift gerade mal an zehn Tagen. «Solange es nicht Jahr für Jahr so weitergeht, können wir das mit Reserven aus guten Wintern überbrücken.»

Wichtig für das finanzielle Überleben dürfte auch die Offenheit für neue Ideen sein. In Oberholz setzt man unter anderem auf die Zusammenarbeit mit dem Gebiet Arosa Lenzerheide. Wer für den Skilift ob Wald eine Saisonkarte kauft, fährt im grossen Partnergebiet zum halben Preis. «Davon profitieren wir sehr», sagt Hengartner. Und es lohnt sich für beide: Denn Skifahren lernen die meisten am Hügel um die Ecke, später wollen sie aber in die Höhe. Das Partnerschaftsmodell haben laut Hengartner auch andere kleine Gebiete übernommen.

«Der Lohn sind die strahlenden Kinderaugen»

Viele Mini-Skilifte in der Region sind in der Bevölkerung stark verankert. «Es geht nur dank freiwilligen Helfern und lokalen Sponsoren», sagt Urs Christinger, Präsident des Vereins, der den Skilift Schafbüel in Wildberg betreibt. Christinger vergleicht das Konzept mit demjenigen eines Turnvereins: «So etwas macht man nicht, um Geld zu verdienen. Der Lohn sind die strahlenden Kinderaugen.» Ähnlich tönt es auch beim Skilift Rietwies in Sternenberg. «Wir haben keine Angestellten, es ist alles Fronarbeit», sagt Präsident Adrian Gfeller.

Trotz vielfach schlechten Wintern denkt man selbst bei den profitorientierten Sportbahnen Atzmännig nicht ans Aufgeben. Auch Geschäftsführer Roger Meier verweist darauf, dass es schon früher schneearme Saisons gab. Nicht umsonst sei schon 1977 die Sommerrodelbahn gebaut worden. «Mittlerweile haben wir unser Angebot so stark diversifiziert, dass der Sommer unser Kerngeschäft darstellt.» (Landbote)

Erstellt: 04.01.2017, 19:12 Uhr

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