Hofstetten

«Eine Ambulanz muss die richtige Adresse finden»

Im Hinblick auf die Fusion ändern in Hofstetten alle Adressen. «Elgg» wird aber auch danach auf keinem Brief stehen. Gemeinderat Andreas Zwicky erklärt das Vorgehen.

In Hofstetten gab es bis jetzt nur Versicherungsnummern.

In Hofstetten gab es bis jetzt nur Versicherungsnummern. Bild: Marc Dahinden

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Weshalb braucht es in Hofstetten neue Adressen?
Andreas Zwicky: Das Problem hatten wir schon immer. Die Häuser sind nur mit der Versicherungsnummer gekennzeichnet und jedes neue, egal in welchem Weiler es gebaut wurde, hat einfach fortlaufend die nächste bekommen. Neben Huggenberg 36 steht heute beispielsweise Huggenberg 554.

Das klingt ziemlich verwirrend.
Ja, ein Haus zu finden, ist so nicht einfach, wenn man sich nicht auskennt. Man stelle sich vor, eine Ambulanz muss an den richtigen Ort. Auf die Fusion mit Elgg hin wollen wir diese Situation bereinigen.

Wie sind Sie vorgegangen?
Sehr systematisch und unkompliziert. Den kleinen Weilern haben wir den Namen gelassen, aber die Häuser werden neu der Reihe nach durchnummeriert. In den grösseren Orten braucht es Adressen mit Strassennamen, weil sie zu gross für eine Durchnummerierung sind. Wir haben uns aber dafür eingesetzt, dass die Postleitzahlen dieselben bleiben. Ausserdem bleibt überall als Ort Hofstetten stehen, ausser bei Dickbuch, das den eigenen Namen neu als Ortsbezeichnung erhält. Elgg wird weiterhin in keiner Hofstetter Adresse vorkommen.

Wie haben Sie die neuen Strassennamen ausgewählt?
Die meisten Strassen hatten schon Namen, die wir übernehmen konnten. In manchen Fällen haben wir bereits existierende Flurstrassennamen auf die Gemeindestrasse weitergezogen. Ganz neue Namen mussten wir wenige finden. In Dickbuch haben wir uns einmal am Kindergarten orientiert, der bald an der Kindergartenstrasse stehen wird. Ebenfalls in Dickbuch haben wir die Maschinenstrasse vorgeschlagen, weil dort zwei Maschinenenbetriebe angesiedelt sind.

Wer durfte entscheiden?
Zwei Gemeinderäte haben zusammen mit der Firma TBB Ingeneure einen Entwurf ausgearbeitet. Diesen hat der Gesamtgemeinderat angeschaut und seit Montag liegt er nun bis Ende Mai öffentlich in der Gemeindeverwaltung Hofstetten auf.

So eine Adresse kann einem ja schon ans Herz wachsen, erwarten Sie gar keinen Widerstand?
Es wissen alle, dass dieser Zustand bereinigt werden muss. Ausser der Hausnummer wird sich in den kleinen Weilern nichts an der Adresse ändern. In Dickbuch und Hofstetten kommen Strassennamen statt Weilerbezeichnungen und in Dickbuch noch eine eigene Ortsbezeichnung dazu.

Und falls doch jemand unzufrieden ist?
Die Bevölkerung hat jetzt die Gelegenheit, sich zu äussern, wenn ihnen ein Vorschlag nicht zusagt. Wenn die Änderungen sinnvoll sind, kann man sicher darüber reden. Bis jetzt kommen vor allem Leute auf die Gemeindeverwaltung, die wissen wollen, was ihre neue Adresse ist. Am 29. Mai gibt es ausserdem die Möglichkeit, persönlich nachzufragen. Gemeinderat Daniel Hungerbühler und ich werden von 17 bis 19 Uhr auf der Verwaltung Auskunft geben. (Landbote)

Erstellt: 16.05.2017, 16:45 Uhr

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