Illnau-Effretikon

Nur einer kandidiert für den Stadtrat

Am 21. Mai kommt es voraussichtlich nicht zu einer Kampfwahl für den vakanten Sitz im Stadtrat. Bis zur ersten Frist hat sich nur der Effretiker Gemeinderat Marco Nuzzi (FDP) gemeldet.

Allein auf weiter Flur: Marco Nuzzi (FDP) ist der einzige Kandidat für die Nachfolge des verstorbenen Stadtrates André Bättig.

Allein auf weiter Flur: Marco Nuzzi (FDP) ist der einzige Kandidat für die Nachfolge des verstorbenen Stadtrates André Bättig. Bild: zvg

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Es bleibt dabei: Für die Ersatzwahl in den Illnau-Effretiker Stadtrat vom 21. Mai haben sich keine weiteren Kandidaten gemeldet. Vorgestern ist die erste Meldefrist abgelaufen. Der 35-jährige FDP-Gemeinderat und Unternehmenssteuerberater Marco Nuzzi (Bild) bewirbt sich als einziger für den vakanten Sitz des verstorbenen Stadtrates André Bättig. Nuzzi gab seine Kandidatur bereits im vergangenen Dezember bekannt.

«Es ist keine einfache Situation», sagte er nach seiner Nomination. Er würde eine allfällige Wahl mit grossem Respekt annehmen. Ziel sei es, das Amt sauber zu überführen. Dass sich keine weiteren Kandidaten zur Wahl stellen, erstaunt nicht. Denn auf die kommende Legislatur wird der Stadtrat von neun auf sieben Mitglieder verkleinert. Die Ressorts Gesundheit sowie Jugend und Sport, das Nuzzi übernehmen würde, werden aufgelöst. Der neu gewählte Stadtrat wird das Ressort also nicht einmal ein Jahr lang führen.

«Es ist keine einfache Situation.»Marco Nuzzi, 
FDP-Gemeinderat

Die FDP blickt aber bereits auf die Gesamterneuerungswahlen im Frühling 2018: Dann will sie ihre drei Sitze zusammen mit den Jungliberalen verteidigen, wie Präsidentin Katharina Morf sagte. Nuzzi soll dann nochmals antreten. «Es ist uns wichtig, einem roten Faden zu folgen», sagte Nuzzi.

Änderungen möglich

Zwar wird es ab dem 23. Februar noch eine siebentägige Nachfrist geben, während der sich weitere Kandidaten melden können. Dass dies geschieht, ist aber unwahrscheinlich. Schon im Dezember hatten SP, Grüne, EVP und BDP abgewunken. Die CVP, GLP und SVP hatten ihren Entscheid von weiteren Kandidaturen abhängig gemacht.

Gestern nun haben die Grünliberalen vermeldet, dass sie am 21. Mai definitiv keinen Kandidaten aufstellen würden. Die Mitte werde somit «aller Voraussicht nach weiterhin nicht im Stadtrat vertreten sein», heisst es in einer Mitteilung der Partei. Und dies werde sich wohl auch für die Gesamterneuerungswahlen 2018 nicht ändern. Derzeit sitzen drei SP-, zwei FDP/JLIE- und drei SVP-Politiker im Stadtrat. Ein FDP-Sitz ist vakant.

Die SVP will nicht alleine gegen die FDP antreten, wie deren Präsident Ueli Kuhn auf Anfrage sagt. «Das macht keinen Sinn.» Sollte sich also auch in der Nachfrist niemand mehr bewerben, verzichtet die SVP auf eine eigene Kandidatur. Ob die Partei Nuzzi auch unterstützt, entscheidet sie an ihrer Generalversammlung vom 15. März.

Den FDP-Kandidaten nicht unterstützen, werden die Grünen, wie Vorstandsmitglied Hans Zimmermann sagt, der für die Kommunikation zuständig ist. Persönlich sei ihm Gemeinderat Nuzzi durchaus sympathisch. «Nur ist er leider in der falschen Partei», sagt er.

(Der Landbote)

Erstellt: 15.02.2017, 18:16 Uhr

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