Dägerlen

Schulgemeinde darf Schulhaus verkaufen

Die Primarschulpflege Dägerlen beschäftigte sich schon seit mehreren Jahren mit dem ausrangierten Primarschulhaus in Oberwil. Im zweiten Anlauf haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nun dem Verkauf klar zugestimmt.

Das Schulhaus Oberwil und seine Umgebung kosten die Schulgemeinde jährlich 10 000 Franken.

Das Schulhaus Oberwil und seine Umgebung kosten die Schulgemeinde jährlich 10 000 Franken. Bild: Marc Dahinden

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Das alte Schulhaus von Oberwil darf veräussert werden. Der Souverän stimmte der Vorlage der Schulpflege zu. Das Schulhaus, das seit 2006 nicht mehr für schulische Zwecke verwendet wird und in dem eine Zeitlang Asylbewerber untergebracht waren, darf für mindestens 800 000 Franken verkauft werden. 281 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten Ja, während 139 ein Nein in die Urne legten.

Die Stimmbeteiligung lag bei 59,2 Prozent.Die Verkaufsabsicht, hinter der auch die Rechnungsprüfungskommission steht, wird von der Schulpflege damit begründet, dass die Verwaltung von nicht schulischen Liegenschaften nicht zu den Kernaufgaben der Schulbehörde gehöre. Die Kosten, die das alte Primarschulhaus verursache, seien nicht mehr vertretbar.

Mit dem Erlös will die Primarschulpflege ihre laufende Rechnung entlasten. Die Schulhaus­erweiterung in Rutschwil hat Schulden in der Höhe von 2,5 Millionen Franken verursacht.

Damit könnte, so wohl die Hoffnung der Befürworter, die Schulgemeinde Dägerlen wieder etwas schuldenfreieren Zeiten entgegenblicken.

Schulhaus samt Garage

Das Schulhaus in Oberwil wurde 1884 erstellt. Zweigeschossig und unterkellert, verfügt es über eine Vierzimmerwohnung im Obergeschoss und je ein Schulzimmer auf beiden Stockwerken. Auf dem 3,9 Hektaren grossen Grundstück hat es zudem eine Garage mit Abstellraum.

Bereits 2009 wollte die Primarschulpflege die Liegenschaft verkaufen, hatte die Rechnung aber damals ohne die Stimmbürger gemacht.

Bereits 2009 wollte die Primarschulpflege die Liegenschaft verkaufen, hatte die Rechnung aber damals ohne die Stimmbürger gemacht, die den Antrag ablehnten. Bis 2013 war die Wohnung im Schulhaus normal vermietet. Anfang 2016 wurde sie für ein Jahr an die Asylkoordinationsstelle Andelfingen vergeben.

Keine zusätzlichen Bauten

Die Landparzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Auf der Parzelle dürfen deshalb keine weiteren Bauten erstellt werden. Die Nutzung bleibt auf das Schulhaus und die Garage beschränkt.

Nach Abzug der Gewinnsteuer rechnet die Behörde mit einem Erlös von rund 750 000 Franken, wenn das Grundstück verkauft wird. Das Primarschulhaus Oberwil ist im Verwaltungsvermögen vollständig abgeschrieben. Darum ist nach dem Verkauf ein Buchgewinn von etwa 750 000 Franken zu erwarten. Gesamthaft soll der Verkauf des Schulhauses Oberwil den Gemeindehaushalt künftig um rund 90 000 Franken entlasten, wie die Primarschulpflege errechnete.

(Der Landbote)

Erstellt: 12.02.2017, 20:24 Uhr

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