Eishockey

Und wieder hat es nicht gereicht

Die ZSC Lions sind auch in diesem Jahr in den Playoff-Viertelfinals gescheitert: Sie verloren Spiel 6 in Lugano 1:2 und die Serie gegen die Nummer 7 der Qualifikation 2:4.

Erneut frühes Saisonende: Grosse Enttäuschung in den Reihen der ZSC Lions.

Erneut frühes Saisonende: Grosse Enttäuschung in den Reihen der ZSC Lions. Bild: Keystone

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Ab Dienstag heissen die Playoff-Halbfinals Bern (1.) – Lugano (7.) und EV Zug (3.) – Davos (5.). Wieder fehlt der Name der ZSC Lions. Vor einem Jahr scheiterten sie an der Nummer 8 chancenlos 0:4, dieses Jahr war die Nummer 7 zu stark für die zweitbeste Mannschaft der Qualifikation.Am Ende half also nicht einmal mehr die stolze und ausgezeichnete Statistik von Hans Wallson. Bis zu seinem Wechsel nach ­Zürich hatte er mit Skelleftea und Skellefteas Junioren stets mindestens die Halbfinals erreicht. Nun ist er zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere bereits in den Viertelfinals gescheitert.

Der letzte Auftritt war noch einmal ein Spiegelbild der ganzen Playoff-Serie. Die Zürcher hatten bereits nach sechs Sekunden ihre erste Chance (Wick), nach zehn ihre zweite (Thoresen), nach 50 ihre dritte (Geering), nach 70 Sekunden die vierte (Kenins). Zwei weitere Möglichkeiten (Shannon und Pestoni) vergaben sie – und dann setzte Lugano zum ersten Powerplay an. Zwölf Sekunden dauerte es, bis die Box der Lions ausgespielt war, Dario Bürgler liess sich die Chance nicht nehmen. Und als wenig später Jonas Siegenthaler verletzt am Boden lag, traf Julien Vauclair, der Lugano-Torschütze der Serie, zum 2:0. Sein vierter Playoff-Treffer in seinem dritten Spiel fiel nur48 Sekunden nach dem 1:0 der Tessiner.

Zu viele Chancen ausgelassen

Wieder war es so, dass die Zürcher ihre vielen Chancen nicht im Tor unterbrachten. Weil auch in solchen Situationen der unbedingte Wille, den einige Lugano-Spieler zeigten, fehlte.

Immerhin die doppelte Überzahl, die Zürich zu Beginn des zweiten Abschnitt bekam, wurde durch Patrick Thoresen genützt. Der Norweger, vorher zwei Partien gesperrt, war der beste und robusteste Zürcher.

Die Leistung der Lions in der Resega war beileibe nicht schlecht, sie war sogar besser als zuletzt am Dienstag im eigenen Stadion. Aber was die offensiv beste Equipe der Qualifikation in den letzten drei Partien ablieferte, war viel zu wenig. Ganz genau drei Törchen in den letzten drei Partien. Ein Spiel gewannen sie noch so, die beiden andern gingen 1:2 verloren.

Lugano durfte sich über eine erneut hervorragende Leistung von Goalie Elvis Merzlikins freuen. Dass er mit seinen Schonern fast immer an der Scheibe war, zeigt auch eines: Vor dem gegnerischen Tor ging den Zürchern die Kaltblütigkeit ab. Wenn schon mal einer an einen Abpraller kam, brachte er die Scheibe nicht hoch, sondern nur noch flach.

Und als die Zürcher das 2:2 scheinbar doch noch erzielt hatten (50.), war die Partie unterbrochen. Weil Christian Marti – ähnlich wie Vauclair im ersten Spiel gegen Robert Nilsson – in Dario Bürgler geprallt war. Der Stürmer schied mit einer Verletzung aus, die ziemlich gravierend aussah.

Die Zürcher wehrten sich mit allem, das ihnen zur Verfügung stand, gegen das erneut frühe Aus. Aber so viele, das musste auch der Trainer einsehen, waren gar nicht mehr bereit, alles zu geben. Er brachte im Prinzip noch zweieinhalb Linien zusammen, die tatsächlich das eine oder andere Mal nochmals nahe daran waren, die Lugano-Feier noch zu stören.

Das ging nicht auf – wie auch der Goalieplan, den die Trainer für diese Serie hatten. Lukas Flüeler begann sie, weil er ja die Nummer 1 wäre. Aber nach zwei Partien war er nur noch Ersatz. Auch gestern stand Niklas Schlegel im Einsatz – und er war erneut tadellos.

Anstatt sich ab Dienstag mit dem EV Zug um einen Finalplatz zu duellieren, müssen die Zürcher erneut darüber nachsinnen, was sie nicht richtig gemacht ­haben. Sie verpassten auch ihr wichtigstes Saisonziel.

Lugano hat sich den Vorstoss unter die besten vier Mannschaften verdient. Die Tessiner waren nicht mehr dermassen launisch und verspielt wie unter Doug Shedden. Mit Greg Ireland zeigten sie eine höchst disziplinierte Teamleistung. Linus Klasen, der «Star», war in diesen arbeits­reichen Minuten alles andere als tonangebend. ()

Erstellt: 16.03.2017, 23:25 Uhr

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