Tina Turner lässt Küsnachts Strassen leuchten

Die wohl prominenteste Bewohnerin von Küsnacht hat am Mittwochabend die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Tina Turner hat sie selber bezahlt.

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Je näher die Uhrzeiger Richtung halb fünf rücken, desto spürbarer steigt die Anspannung im Gemeindehaus in Küsnacht. Draussen streifen Polizisten in Zivil um das Gebäude und mischen sich unter die Besucher des Weihnachtmarkts. Hoher Besuch ist unterwegs: Tina Turner, die wohl bekannteste Einwohnerin Küsnachts, wird am Mittwochabend die Weihnachtsbeleuchtung anknipsen.

Und kaum ist sie da, erstrahlt der Saal – noch bevor die Weihnachtsbeleuchtung vor dem Fenster überhaupt in Betrieb genommen wurde. «Where is this button?», fragt der Ehrengast lachend und händeschüttelnd. Die versammelten Gemeinderäte strahlen, Tina Turner strahlt, nur draussen strahlt es noch nicht – aber bald. Ihr Ehemann Erwin Bach schleust die zierliche Grande Dame des Rocks durch die geladenen Gäste.

Ein grosszügiges Geschenk

An der Seite von Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) steht sie hinter den Laptop der Werke am Zürichsee und greift nach der Computermaus. Wie auf Knopfdruck gehen die Blitzlichter der Fotografen an.

Der Bereichsleiter der Zürichsee Werke zeigt auf dem Bildschirm, wo der Klick platziert werden soll. Bereits letztes Jahr war Tina Turner am Drücker, nachdem sie ihrer Wohngemeinde die Weihnachtslichter «Golden Twigs» geschenkt hatte, die nun die Seestrasse säumen.

Zuvor hatte Küsnacht keine Weihnachtslichter an der Seestrasse, wo Turner wohnt. «Das erschien Frau Turner wohl etwas trist», sagt Ursula Gross-Leemann, die Vizepräsidentin Küsnachts (FDP) rückblickend. Sie fungierte als Kontaktperson zur Umsetzung des grosszügigen Weihnachtsgeschenks.

Drei Klicks für ein Halleluja

Spontan entschied Tina Turner, auch dieses Jahr die ehrenvolle Aufgabe des ersten Einschaltens zu übernehmen. Letztes Jahr fiel das zeremonielle Einweihen der Weihnachtsbeleuchtung und Einläuten des Weihnachtsmarkts zufällig auf ihren Geburtstag. Dieses Jahr kann die Sängerin nach dem feierlichen Einschalten in ihren 76. Geburtstag hineinfeiern.

Und dann heisst es: klick. Doch erst auf den dritten Klick hin erstrahlt der Weihnachtsbaum vor dem Gemeindehaus – und mit ihm das ganze Dorf in weihnachtlichem Licht.

Ein frohes Raunen begleitet das «Wow» der unverkennbar kehligen Stimme. Offensichtlicher könnte es nicht sein, dass die Rocklady eine grosse Schwärmerin für die Weihnachtszeit ist. Natürlich habe sie schon ihr ganzes Haus dekoriert und freue sich, in Küsnacht, in ihrer Wahlheimat, das Fest zu feiern.

Seit April 2013 hat die Amerikanerin offiziell das Bürgerrecht Küsnachts. Im selben Jahr feierte sie ihre Hochzeit in ihrem Garten am See. Mit dem Deutsch hapert es noch, sie habe zwar vor ihrer Einbürgerung daran gearbeitet, doch es sei schwierig, sagt sie. Aber für ein «Frohe Weihnachten» reicht es. Dann ist auch schon wieder Zeit zu gehen, signalisiert ihr Ehemann. Er verabschiedet sich im Namen beider mit den Worten: «Friede wünschen wir der Welt zu Weihnachten – das scheint, dieses Jahr das Wichtigste.» (landbote.ch)

(Erstellt: 25.11.2015, 18:49 Uhr)

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