Trinkwasser

Trinkwasser in Henniez-Qualität

Im letzten Jahr hat die Winterthurer Bevölkerung so wenig Wasser verbraucht wie noch nie in diesem Jahrhundert.

Unser Hahnenwasser ist ­hygienisch einwandfrei.

Unser Hahnenwasser ist ­hygienisch einwandfrei. Bild: Marc Dahinden

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Jedes Jahr lässt die Stadt Winterthur 700 Wasserproben durch das kantonale Labor untersuchen. Das Fazit für 2016 lautet: einwandrei. Weder Viren, noch hormonaktive Substanzen oder Arzneimittelrückstände waren im Wasser nachweisbar. Zwar findet sich im Trinkwasser Nitrat, der Wert liegt jedoch klar unter dem Toleranzwert von 40 mg pro Liter. Nitrate werden im Körper von Säuglingen und Kleinkindern teilweise zu Nitrosaminen umgewandelt, die krebserregend sein können. Der Winterthurer Nitrat-Wert sei unbedenklich, sagt Stefan Wassmer, Leiter Anlagen und Betrieb Wasser bei Stadtwerk: «Er war schon immer tief und ist in den letzten Jahren sogar noch gesunken.» Konkret fand man im Tössgrundwasser 6 mg Nitrat pro Liter, im Quellwasser rund 20 mg .In Winterthur stammen 96 Prozent des Trinkwassers aus dem Tössgrundwasser, vier Prozent aus Quellen. Nur in Ricketwil und Teilen von Hegi trinken die Bewohner Quellwasser. Nicht nur beim Nitrat gibt es Unterschiede zwischen Grund- und Quellwasser. Das Quellwasser ist deutlich härter als das Tössgrundwasser. Gemessen wurden bis 40 Grad (fH=französische Grad). «Das ist ein sehr hoher Wert», bestätigt Wassmer. Beim Tössgrundwasser wurden 28,5 Grad gemessen.

Bei der chemischen Beurteilung hat das Labor ferner Magnesium ( 20 mg/l) und Calcium (80 mg/l) nachgewiesen. Diese Mineralien sind erwünscht. «Unser Trinkwasser hat mindestens gleich viel Mineralien wie Henniez», sagt Wassmer.

Pestizid bleibt lange im Boden

Weniger erwünscht sind die Pestizide, die das Labor fand, wenn auch nur in geringer Menge (0,02 Mikrogramm pro Liter). Gemäss Wassmer handelt es sich beim gefundenen Pestizid um Atrazin, ein Unkrautvertilger, der zwar verboten wurde, aber sehr lange im Boden bleibt. Wassmer rät generell zu einem umsichtigen Umgang mit Giftstoffen: «Es lohnt sich Alternativen zum Chemikalien-Einsatz im Garten zu prüfen. Pflanzt man etwa Lavendel neben Rosen, bleiben Schädlinge fern.»

Das Winterthurer Trinkwasser ist nicht nur gut, sondern auch verhältnismässig günstig. 1000 Liter kosten weniger als 1.70 Franken. Trotzdem zeigt sich die Bevölkerung sparsam. Der mittlere Wasserverbrauch sank 2016 auf 220 Liter pro Tag. «Derart tiefe Wasserverbräuche gab es in diesem Jahrhundert noch nie», sagt Wassmer. Dazu beigetragen habe, dass 2016 längere Hitzeperioden fehlten. Zudem gebe es immer mehr wassersparende Geräte: «Dazu zählen Duschbrausen, WC-Spülungen, die wenig Wasser für das kleine Geschäft brauchen sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler, die Wasser wiederverwerten.»

Aber nicht nur die Privathaushalte brauchen weniger Wasser, sondern auch Industrie und Gewerbe. «Immer mehr Industrie wandert ab», so Wassmer. (mif)

Erstellt: 20.03.2017, 16:03 Uhr

Weltwassertag

Am Mittwoch 22. März, von 10 bis 16 Uhr geben Fachleute von Stadtwerk anlässlich des Weltwassertags an der Ecke Marktgasse / Kasinostrasse Tipps zum schonenden Umgang mit Chemikalien.

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