Winterthur

Ein neuer Hotelrekord zeichnet sich ab

Elf Prozent mehr Logiernächte: Winterthurs Hotellerie trotzt dem Trend und wächst. Damit auch dieses Jahr viele Gäste kommen, sind diverse Attraktionen geplant.

2017 steht im Zeichen des «House of Winterthur»: Standortförderer Michael Domeisen informierte.

2017 steht im Zeichen des «House of Winterthur»: Standortförderer Michael Domeisen informierte. Bild: Marc Dahinden

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Für die Schweiz war 2016 kein besonders gutes Hoteljahr. Die Logiernächte gingen um 0,5 Prozent zurück. In Winterthur dagegen zeichnet sich ein Rekordjahr ab. Die Dezemberzahlen des Bundesamts für Statistik sind noch nicht da, aber aufgrund eigener Nachfragen bei den Hotels rechnet Winterthur Tourismus mit einem Plus von 11,2 Prozent (knapp 184 800 Übernachtungen) in der Stadt Winterthur und mit 7,5 Prozent Zuwachs (156 500 Übernachtungen) in der Region.

Das «Plaza» brachte das Plus

«Insbesondere die Sommermonate waren überdurchschnittlich» sagt der abtretende Winterthurer Tourismusdirektor Pierre Droz. Das lag an Grossanlässen wie dem internationalen Berufsbildungskongress, aber auch am beliebten Freilichtspektakel «Sektor 1» von Karl’s Kühne Gassenschau, das Besucher aus dem ganzen Land anzog. Ein grosser Teil des Zuwachses in Winterthur ist zudem auch der Tatsache geschuldet, dass mit dem «Plaza» ein neues Hotel dazugekommen ist, das eine Auslastung von rund 70 Prozent verzeichnen kann.

«Insbesondere die Sommermonate waren überdurchschnittlich»Pierre Droz, 
abtretender Winterthurer Tourismusdirektor

Damit die Gäste auch gerne nach Winterthur zurückkommen, hat sich das Tourismus-Team um Droz bemüht, mit Zusatz-Dienstleistungen zu punkten. So wurden für die Hotel spezielle ÖV-Tageskarten geschaffen, welche diese den guten Kunden gratis abgeben können. Und für diverse Events gibt es Vergünstigungen für Hotelgäste, etwa einen Museumspass, Tickets für Karl’s Kühne Gassenschau oder Technorama-Eintritte. «Zufriedene Gäste geben gute Bewertungen ab», sagt Droz. Das ist im Internet-Zeitalter für die Hotels entscheidend.

Nicht zuletzt haben die Touristiker einen speziellen Führer für Firmenevents geschaffen – wer für Weihnachtsfeiern, Kundenpräsentationen und Seminare einen speziellen Raum sucht, findet hier alles auf einen Blick, von der Parkarena Hegi bis zum Naturzentrum Thurauen.

Für Droz beginnt bald die letzte Arbeitswoche, danach übernimmt die bisherige Marketingleiterin Janine Greuter interimsmässig den Tourimus-Bereich. Im Vordergrund steht in den nächsten Monaten der geplante Zusammenschluss mit der Standortförderung im «House of Winterthur». Dessen designierter Chef, der heutige Standortförderer Michael Domeisen, gab den Terminplan bekannt: Am 21. Mai wird das Volk darüber abstimmen, ob das «House of Winterthur» den Leistungsauftrag der Stadt erhält. Voraussichtlich Anfang 2018 soll die neue Organisation dann offiziell unter neuem Namen und am neuen Ort (Technikumstrasse 83) auftreten.

Ein «Foxtrail» und Urban Golf

Janine Greuter kündigte ein paar neue Attraktionen an. Ab Juni erhält Winterthur seinen ersten «Foxtrail»-Parcours. In vielen Städten ist die professionell organisierte Schnitzeljagd seit Jahren ein Publikumsrenner. Für die coolen Individualisten ist im Sulzer-Areal die Einrichtung eines offiziellen Urban-Golf-Parcours in Prüfung. Und auch neue Stadtführungen sind geplant. Sie konnten 2016 erneut ein Rekordjahr verzeichnen: 681 Führungen fanden statt (plus 15 Prozent). Besonders stark wuchs die kulinarische Rundgang «Von Tisch zu Tisch», der 56 Mal gebucht wurde.

(Der Landbote)

Erstellt: 16.02.2017, 18:27 Uhr

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