«Keine Zukunft mehr» für die Afro-Pfingsten in Winterthur

Die Organisatoren der Afro-Pfingsten denken mehr als nur laut über einen Wegzug nach. Mit drei Städten laufen bereits Verhandlungen über künftige Standorte.

Ein gewohntes Bild: Die Afro-Pfingsten in der Steinberggasse. Schon bald könnte sich die Kulisse jedoch ändern.

Ein gewohntes Bild: Die Afro-Pfingsten in der Steinberggasse. Schon bald könnte sich die Kulisse jedoch ändern. Bild: Michele Limina

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Ende Februar wollten die einstigen Organisatoren der Afro-Pfingsten ihre Pläne für den «Kick-off 2017» bekannt geben. Inzwischen aber sagt der CEO der Marketing-Manufaktur AG Roger Müller: «Mit der Bewilligung für ein neues Festival wurden die Karten leider komplett neu gemischt.» Die Tochterfirma Winculture GmbH besitzt die Namensrechte an den Afro-Pfingsten.

«Zwei sind eins zu viel»

Mitte Februar hatte die Stadt die Veranstaltung «Eine Welt in Winterthur» bewilligt, einen multikulturellen Markt in der Altstadt, ebenfalls an Pfingsten. Sie sollte die Lücke für 2016 füllen, die die Afro-Pfingsten mit ihrem Konkurs hinterlassen hätten, so die Veranstalter und streckten die Hand aus. «Das macht alles keinen Sinn», entgegnet Müller. Zu ähnlich seien die beiden Produkte, als dass sie in einer Stadt wie Winterthur koexistieren oder kooperieren könnten. Von der Stadt habe er im letzten Sommer «starke Signale» erhalten, dass für Pfingsten 2016 keine Bewilligung erteilt werde. Das Vertrauen sei dahin. Man plane inzwischen für eine Zukunft ausserhalb Winterthurs.

Die Romandie klopft an, aber nicht nur

Drei Städte hätten ihr Interesse als künftiger Gastgeber der Afro-Pfingsten bereits angekündigt, zwei in der Deutschschweiz, eine aus der Romandie. «Sie können sich jetzt bewerben. Die Verhandlungen laufen», sagt Müller. An Pfingsten will er den neuen Standort bekannt geben. Auch an Konzept und Organisation werde man feilen. Künftig trete man in einer kompakten Einheit auf statt wie bis anhin in einem Verein und einer GmbH.

Wer die neue Organisation anführt, ist laut Müller offen. Tom Mörker, der letzte OK-Präsident, wird es aus persönlichen Gründen nicht sein. Müller schliesst nicht aus, die Namensrechte der Afro-Pfingsten zu verkaufen. (Landbote)

(Erstellt: 07.03.2016, 21:59 Uhr)

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