Wülflingen

Wendeschlaufe für Bus nur auf Zeit

Der VCS warnt, die Bus-Wendeschlaufe beim Schloss Wülflingen sei schon bald überflüssig. Doch Stadtbus hält fest, eine Wendemöglichkeit brauche es auf dieser Strecke ohnehin.

In diesem Dreieck soll die neue Buswendeschlaufe entstehen. Ab Dezember 2018 sollen Busse der Linie 22 hier Richtung Stadt umkehren.

In diesem Dreieck soll die neue Buswendeschlaufe entstehen. Ab Dezember 2018 sollen Busse der Linie 22 hier Richtung Stadt umkehren. Bild: Marc Dahinden

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Der Bus nach Wülflingen ist zu Stosszeiten oft sehr voll. Deshalb setzt Stadtbus seit Ende 2014 morgens und abends Zusatzbusse ein, die jedoch nur bis zum Schloss fahren und dann leer in Wülflingen wenden. Diese Busse werden mit 2E bezeichnet. Gemäss Stadtbus erreicht man so zwar eine Entlastung, aber die Lösung ist finanziell nicht vorteilhaft. «Weil der Bus teilweise leer fährt, rechnet sich das Angebot nicht», sagt Sprecher Reto Abderhalden. Um keine Zeit mehr zu verlieren, soll die Verstärkungslinie beim Schloss Wülflingen eine Wendeschlaufe erhalten, die im Strassendreieck Salomon-Hirzelstrasse/Wülflingerstrasse zu liegen kommt (siehe Plan). Die Linie verkehrt laut Abderhalden voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 neu mit der Nummer 22 nur noch auf der verkürzten Strecke.

Doch nun kommt Kritik von ungewohnter Seite. Kurt Egli vom Verkehrsclub der Schweiz Winterthur (VCS) wendet sich in einem Schreiben an den Gemeinderat. «Man sollte sich fragen, ob diese Investition wirklich nötig ist», heisst es im Brief. Es mache keinen Sinn, einen Millionenumbau nur für wenige Jahre vorzunehmen. Die Angebotsstrategie von Stadtbus sieht nämlich vor, langfristig die Verstärkungslinie 22 zu einer vollwertigen Hauptlinie auszubauen, die ganztags verkehrt. Diese Linie würde dann nicht mehr beim Schloss wenden, sondern vom Bahnhof Wülflingen via Lindenplatz zum Hauptbahnhof und anstelle der Linie 7 weiter ins Gebiet Neuhegi fahren.

«Es dauert noch Jahre»

Abderhalden bestreitet jedoch, dass die Wendeschlaufe damit überflüssig würde. «Im Gegenteil. Für eine so lange Linie ist eine Wendemöglichkeit aus betrieblichen Gründen sehr wichtig. Trolleybusse können nicht irgendwo wenden.» Zudem dauere es ab der Inbetriebnahme der Schlaufe sicher noch einmal mindestens 10 Jahre, bis die vollwertige Linie 22 in Betrieb sei. Egli schlägt in seinem Brief vor, alternativ könne man den Bus bis zu definitiven Verlängerung im BereichLindenplatz wenden, etwa über die Strassenzüge Wülflingerstrasse, Lindenplatz, Riedhofstrasse. Doch auch hier winkt Abderhalden ab. «Auch mit dieser Variante würden wir zu viel Zeit verlieren. Das verunmöglicht Einsparungen.» Die VCS-Kritik kann Abderhalden nicht nachvollziehen: «Unser Ziel ist es, mit dem Knotenumbau den Auto-Verkehr zu dosieren und dieÖV- Kapazität sicherzustellen. Beide Anliegen würden mit dem Projekt erfüllt.» Neben der Wendeschlaufe ist eine Lichtsignalanlage geplant, die den Verkehr dosieren soll.

Die genauen Kosten für den Knotenumbau sind noch nicht bekannt. Lukas Mischler vom Baudepartement der Stadt hält die von Egli ins Spiel gebrachten «Millionen» jedoch für übertrieben. «Wir rechnen wenn überhaupt Million Franken», so Mischler. Der Kanton würde voraussichtlich den grössten Teil davon übernehmen. Das Projekt soll demnächst öffentlich aufliegen. (Landbote)

Erstellt: 09.01.2017, 17:17 Uhr

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