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Schwächelnde US-TochterAdidas stellt Reebok zum Verkauf

Der weltweit zweitgrösste Sportartikelhersteller will sich von seiner US-Marke trennen, für die er vor rund 15 Jahren drei Milliarden Euro hingeblättert hatte.

Adidas hatte Reebok 2006 übernommen.
Adidas hatte Reebok 2006 übernommen.
Foto: Keystone

Der Sportartikelhersteller Adidas hat den Verkauf seiner schwächelnden US-Tochter Reebok angekündigt. Adidas habe beschlossen, einen formalen Prozess einzuleiten, der auf die Veräusserung von Reebok abziele, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach am Dienstag mit. Reebok und Adidas könnten ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen.

Adidas hatte Reebok im Jahr 2006 für 3,1 Milliarden Euro gekauft, auch, um gegenüber dem Konkurrenten Nike Boden gut zu machen. Doch Reebok blieb unter den Erwartungen. Bereits in den vergangenen Monaten hatte es Berichte gegeben, Adidas wolle Reebok verkaufen.

Adidas wolle sich in Zukunft darauf konzentrieren, die führende Position der Marke Adidas im weltweiten Sportartikelmarkt weiter zu stärken, erklärte Unternehmenschef Kasper Rorsted. Dementsprechend werde Reebok ab dem ersten Quartal 2021 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Zur Zukunft von Reebok erklärte Rorsted, «die langfristigen Wachstumschancen in unserer Branche sind sehr attraktiv, insbesondere für ikonische Sportmarken». Adidas werde in den kommenden Monaten «mit Hochdruck» daran arbeiten, eine erfolgreiche Zukunft für die Marke Reebok zu gewährleisten. Einzelheiten will das Unternehmen am 10. März bekanntgeben.

AFP