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Geldpolitik in der TiefzinsfalleCorona bringt Preise und Löhne ins Rutschen

Die Nationalbank überschätzt systematisch die Inflation. Statt gestiegen sind die Preise gesunken. Jetzt droht eine gefährliche Abwärtsspirale.

Anders, als die Nationalbank vorhergesehen hat, sind die Preise gesunken: Sonntagsverkauf in der Zürcher Innenstadt.
Anders, als die Nationalbank vorhergesehen hat, sind die Preise gesunken: Sonntagsverkauf in der Zürcher Innenstadt.
Foto: Urs Jaudas

Die Konsumentenpreise sind im vergangenen Jahr erneut gesunken. Das teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. Die durchschnittliche Jahresteuerung betrug –0,7 Prozent gegenüber Vorjahr. Damit war die monatlich gemessene Inflation seit 2010 in mehr als der Hälfte der Zeit negativ.

Das steht in auffälligem Widerspruch zu den Prognosen der Schweizerischen Nationalbank. Sie veröffentlicht vierteljährlich eine bedingte Inflationsprognose über die nächsten drei Jahre. Diese dient als Hauptgrundlage für ihre geldpolitischen Entscheide und zeigt gemäss Nationalbank auf, «wie sich die Preise im aktuellen Szenario der Weltkonjunktur und einer unveränderten schweizerischen Geldpolitik entwickeln würden».

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