Zum Hauptinhalt springen

Schlaflose Nächte, empathielose Trainer«Am Schluss habe ich den Fussball gehasst»

Fulvio Sulmoni blickt nach 16 Profijahren kritisch zurück. Der Tessiner erklärt, wieso das System Fussball nicht funktioniert. Und was Trainer Urs Fischer besser macht als alle anderen.

Nach eineinhalb Jahrzehnten im Schweizer Spitzenfussball tritt Fulvio Sulmoni (links) ab.
Nach eineinhalb Jahrzehnten im Schweizer Spitzenfussball tritt Fulvio Sulmoni (links) ab.
Foto: Salvatore Di Nolfi (Keystone)

Sind Sie ein guter Schauspieler?

Heute muss ich zugeben, dass ich ein guter Schauspieler bin. Im Laufe meiner Fussballkarriere habe ich gelernt, mich hinter einer Maske zu verstecken. Gegen aussen wirkte ich glücklich, auch wenn es in mir überhaupt nicht so aussah.

In Ihrem Buch «Piacere di averti conosciuto» (auf Deutsch: «Es ist mir ein Vergnügen, dich kennengelernt zu haben») sagen Sie, dass Sie gezwungen waren, sich stets politisch korrekt zu äussern, und dass Journalisten generell auf Interviews mit den Spielern verzichten könnten.

Das stimmt. Wenn man als Spieler die Wahrheit sagen würde, bekäme man automatisch Probleme mit dem Club, dem Trainer, den Verantwortlichen oder den Fans. Diese Interviews bringen gar nichts, die Spieler dürfen nie sagen, was sie wirklich denken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.