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Corona-Krise in GrossbritannienAnsturm auf die Strände, Krawalle in den Strassen

Der britische Premierminister Boris Johnson findet, seine Landsleute sollen jetzt endlich wieder Spass haben. Weil sich im Lockdown aber viel Frust angestaut hat, steht dem Königreich ein unruhiger Sommer bevor.

Völlig ausser KKontrolle: Tausende tummeln sich am Strand von Bournemouth (25. Juni 2020).
Völlig ausser KKontrolle: Tausende tummeln sich am Strand von Bournemouth (25. Juni 2020).
Foto: Andrew Matthews (Keystone)

Binnen weniger Tage ist die Stimmung in Downing Street von keckem Optimismus in bange Sorge umgeschlagen. Noch am Dienstag hatte Premierminister Boris Johnson erklärt, er werde sein Land im Juli aus dem «langen Winterschlaf» des Lockdown erwecken. Er freue sich auf neues «Gewimmel und Gewusel» überall und auf sein erstes Bier in einem Pub, sagte Johnson. Die regierungsfreundliche Presse jubelte prompt, dass der Regierungschef seine Mitbürger endlich «ins Freie» führen wolle. Die Botschaft deutete die «Daily Mail» auf ihrer Titelseite mit den Worten: «Nun zieht los und amüsiert euch mal schön.»

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