Zürichsee

Anzeige nach Attacke von Hooligans

Hockeyfans sollen auf einem Schiff der ZSG einen Mitarbeiter verletzt haben. Nun prüfen die Polizei und die ZSG, ob es Handlungsbedarf gibt.

Nach dem Vorfall auf der MS Säntis vom Wochenende ist eine Anzeige wegen Körperverletzung bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen.

Nach dem Vorfall auf der MS Säntis vom Wochenende ist eine Anzeige wegen Körperverletzung bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen. Bild: Keystone

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Nach einem Übergriff auf einen Mitarbeiter der ZSG kurz vor Rapperswil ist eine Anzeige wegen Körperverletzung bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen. Das bestätigt Mediensprecher Alexander Renner. «Die Ermittlungen sind im Gange», sagt er. Unter anderem würden nun Zeugen befragt. Dazu, ob es einen konkreten Verdächtigen gibt, will Renner derzeit nichts sagen.

Von der ZSG heisst es, dem betroffenen Mitarbeiter gehe es den Umständen entsprechend gut. Er sei am Montag aber zu Hause geblieben, so Mediensprecherin Wiebke Sander. Die ZSC Lions nehmen auf ihrer Homepage Stellung zu dem Vorfall. Wie es heisst, laufen Abklärungen zu der Sache. «Wir stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und setzen alles daran, den oder die Täter zu eruieren. Solche Aktionen verurteilen wir aufs Schärfste.», heisst es vom Verein.

Mehrere Leute beteiligt

Am Samstag waren rund 220 Hockeyfans an Bord des Motorschiffs Säntis waren. Kurz vor Rapperswil haben einige der Reisenden versucht, Pyros zu zünden. «Unser Mitarbeiter ist eingeschritten und wurde daraufhin von einer Person ins Gesicht geschlagen», sagt ZSG-Sprecherin Wiebke Sander. Er habe Schürfungen sowie einen Riss im Trommelfell erlitten und sei ins Spital gebracht worden.

Nach dem Vorfall gingen die Fans vom Schiff und zogen durch die Rapperswiler Altstadt zum Stadion. Dabei wurden sie von Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes begleitet, der sich auf seiner Homepage als «Sicherheitsverantwortlicher der ZSC-Lions», bezeichnet.

Die Fans zündeten dabei Knaller und Pyros, ansonsten gab es laut Kantonspolizei St. Gallen aber keine Zwischenfälle. «Bei uns ist keine einzige Anzeige eingegangen, etwa wegen Sachbeschädigung», sagt Sprecher Hanspeter Krüsi. Insgesamt sei in der Stadt alles gesittet verlaufen. «Auch während des Spiels gab es kein Problem.»

«Vorfall ist etwas Neues»

Die Kantonspolizei St. Gallen sei bei National-League-Spielen natürlich mit mehr Kräften im Einsatz als bei den früheren Heimspielen in der Swiss League, meint Krüsi. Wie viele Polizisten am Samstag im Einsatz waren, verrät er nicht. Änderungsbedarf an ihrem Einsatzkonzept in der Stadt sieht die Kantonspolizei jedenfalls nicht. «Ein Vorfall auf einem Schiff ist für uns etwas Neues. Wir werden dies analysieren und dann allenfalls mit der Schifffahrtsgesellschaft in Verbindung treten», sagt Krüsi.

«Bei der ZSG wird es Konsequenzen geben», kündigt Sander an. Wie diese aussehen werden, kann sie aber noch nicht sagen. «Bisher hatten wir nie Zwischenfälle mit Fans. Wir werden die Situation nun analysieren und überlegen, was wir tun können.» Fanfahrten mit der ZSG von Zürich nach Rapperswil sind keine Seltenheit. Bereits die Fussballfans des FC Winterthur reisten mehrfach auf diese Weise an. Bei diesen Fahrten blieb es jedoch ruhig.

Erstellt: 24.09.2018, 15:30 Uhr

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