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Zurück in die Zivilschutzanlage Asylzentrum Urdorf wieder in Betrieb genommen

16 abgewiesene Asylbewerber sind zurück in der unterirdischen Unterkunft in Urdorf. Sie wurden Anfang Oktober positiv auf Covid-19 getestet und in die Quarantänestation nach Zürich verlegt.

Das Asylzentrum Urdorf ist wieder in Betrieb. Die abgewiesenen Asylbewerber, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, sind genesen und sind zurück in der Anlage.
Das Asylzentrum Urdorf ist wieder in Betrieb. Die abgewiesenen Asylbewerber, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, sind genesen und sind zurück in der Anlage.
Foto: Thomas Egli

Das wegen mehrerer Covid-19-Fälle vorübergehend geschlossene Asylzentrum Urdorf hat den Betrieb wieder aufgenommen. 16 abgewiesene Asylbewerber, die Anfang Oktober positiv getestet worden waren, sind laut der Sicherheitsdirektion in die Unterkunft zurückgekehrt.

Die Betroffenen seien symptomfrei und seien vollständig genesen. Ihre Isolation sei deshalb beendet, und sie hätten die Quarantänestation Erlenhof verlassen können. Die Rückkehr nach Urdorf sei reibungslos verlaufen, teilte die Sicherheitsdirektion am Montag mit.

Die Zivilschutzunterkunft in Urdorf dient normalerweise der Unterbringung von maximal 80 abgewiesenen Asylbewerbern. Aufgrund der Corona-Pandemie würden lediglich rund 30 Personen dort untergebracht, schreibt die Sicherheitsdirektion weiter. Wie in diesen Anlagen üblich und notwendig sei ein Belüftungssystem installiert. Die grossen Schlafräume von bis zu 18 Plätzen werden mit maximal 5 Personen belegt.

Aus dem Fenster gesprungen

Im ehemaligen Pflegezentrum Erlenhof in der Stadt Zürich wurden die Bewohner der Unterkunft untergebracht, nachdem die Infektionen festgestellt worden waren. Einige von ihnen sind gemäss Mitteilung weiterhin dort in Quarantäne.

Am Mittwoch der vergangenen Woche stürzten zwei der Erlenhof-Bewohner aus einem Fenster im 3. Stock auf die Strasse. Sie sind laut Polizei von selbst gesprungen.

Der Vorfall führte zu Kritik am Umgang mit abgewiesenen Asylbewerbern. An einer unbewilligten Kundgebung am Donnerstag wurde die Schliessung des Rückkehrzentrums gefordert, das in einer unterirdischen Zivilschutzanlage untergebracht ist.

Die Juso schloss sich dieser Forderung an und forderte – einmal mehr – den Rücktritt des zuständigen Regierungsrats Mario Fehr (SP). Die SP wiederum distanzierte sich zwar von der Rücktrittsforderung an ihren Regierungsrat, kündigte aber einen kritischen Vorstoss im Kantonsrat an.

SDA

1 Kommentar
    RuBo

    Die fragliche Anlage ist keine Zivilschutzanlage, sondern eine sogenannte ALST (Anlage Luftschutztruppen). Sie diente einer Luftschutzkompanie für Einsätze zugunsten der Stadt Zürich oder im Limmattal!