Zum Hauptinhalt springen

Zürich in der RömerzeitAuf den Spuren eines verschollenen Hafens

Forschungen liefern neue Erkenntnisse über das antike Zürich. Sie zeichnen das Bild einer wohlhabenden Hafen- und Zollstadt – und lassen einige Rätsel offen.

Rekonstruktion des Kastells auf dem Lindenhof. Es hatte sechs oder sieben Türme.
Rekonstruktion des Kastells auf dem Lindenhof. Es hatte sechs oder sieben Türme.
Illustration: PD/Kantonsarchäologie 

Das Wissen, wie die Stadt Zürich zur Römerzeit hiess, verdanken wir einem Einjährigen: 1747 wurde auf dem Lindenhof sein Grabstein aus dem Ende des zweiten oder beginnenden dritten Jahrhunderts nach Christus gefunden.

Lucius Aelius Urbicus war kurz nach seinem ersten Lebensjahr verstorben, auf der Inschrift des Steins betrauern die Eltern seinen Tod. Als Vater wird ein gewisser Unio genannt, Vorsteher der «statio Turicensis». Seither ist klar: Zürich hiess zur Zeit der römischen Siedlung Turicum.

Von verstreuten Funden zum Gesamtbild

Der Grabstein zählt zu den frühesten Funden aus der Römerzeit. Systematische Grabungen begannen erst im 20. Jahrhundert, über 200 sind es bis heute. Sie haben zahlreiche Mosaiksteinchen und Hinweise über die damalige Zeit geliefert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.