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13 geheime Raketenstützpunkte in Kims Reich

Gemäss dem US-Präsidenten soll Nordkorea seine Raketenprogramme gestoppt haben. Eine Studie beweist etwas anderes.

Ein Raketentest von Nordkorea vor rund einem Jahr. (29. November 2017)
Ein Raketentest von Nordkorea vor rund einem Jahr. (29. November 2017)
Keystone

Laut einer am Montag veröffentlichten Studie betreibt Nordkorea mindestens 13 Stützpunkte, an denen mobile, atomar einsetzbare Raketen verborgen werden. Mitarbeiter der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) vermuten, es könnte sogar bis zu 20 solcher Raketenstützpunkte geben, die Pyongyang bisher verheimlicht habe. «Es ist nicht so, als ob diese Stützpunkte eingefroren wurden», sagte Victor Cha, Leiter des CSIS-Nordkoreaprogramms, der «New York Times».

US-Präsident Donald Trump hat sein Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Singapur im Juni als Startschuss für die «vollständige Denuklearisierung» der koreanischen Halbinsel bejubelt. Und tatsächlich verzichtet Pyongyang inzwischen auf Raketentests und hat ein Testgelände abgerissen. Doch nach Angaben des CSIS befinden sich im ganzen Land verteilt unterirdische Stützpunkte in engen Bergtälern.

Ziemlich nahe an Südkoreas Hauptstadt

Sie seien so gebaut, dass mobile Raketenwerfer schnell aus Tunneln geholt und zu zuvor vorbereiteten Abschussplätzen transportiert werden können, heisst es in der Studie. Ein darin detailliert dargestellter Stützpunkt liegt demnach nur 135 Kilometer nordwestlich von Südkoreas Hauptstadt Seoul. Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung von Satellitenbildern, Interviews mit Überläufern sowie mit Geheimdienst- und Regierungsmitgliedern.

Video: Nordkorea baut wohl erneut Interkontinentalraketen

Kims Regierung weiterhin Interkontinentalraketen zu bauen. (Video: Reuters)

Die USA verlangen von Nordkorea eine vollständige atomare Abrüstung und wollen bis dahin ihre Sanktionen beibehalten. Dies lehnt Pyongyang jedoch ohne Gegenleistung ab. Nordkorea drohte zuletzt mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms, sollte Washington die Wirtschaftssanktionen nicht aufheben.

Ein für letzte Woche geplantes Treffen von US-Aussenminister Mike Pompeo mit ranghohen nordkoreanischen Vertretern war kurzfristig abgesagt worden.

SDA/fal

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