«Sie ist die Favoritin der Russen»

Hillary Clinton warnt: Russland soll eine dritte Kandidatin aufbauen, um so Trump eine zweite Amtszeit zu ermöglichen.

Ahnt Böses: Hillary Clinton bei einem Kongress im vergangenen April in New York. (Reuters/Brendan McDermid/12. April 2019)

Ahnt Böses: Hillary Clinton bei einem Kongress im vergangenen April in New York. (Reuters/Brendan McDermid/12. April 2019)

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Die frühere demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor einer von Russland unterstützten dritten Kandidaten aus dem Lager der Opposition bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020 gewarnt.

Russland habe eine Politikerin «im Auge, die derzeit an der demokratischen Vorwahl teilnimmt», sagte Clinton in dem am Donnerstag gesendeten Podcast «Campaign HQ». «Sie bauen sie auf, um die dritte Kandidatin zu sein.» Einen Namen nannte Clinton nicht.

«Sie ist die Favoritin der Russen», sagte die frühere US-Aussenministerin, die 2016 bei der Präsidentschaftswahl gegen den heutigen Staatschef Donald Trump unterlag. Die verdächtigte Politikerin erhalte im Internet massive Unterstützung. Ziel sei es, dem Kandidaten der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr entscheidende Stimmen abzujagen und so Trump eine zweite Amtszeit zu ermöglichen.

Beobachter gehen davon aus, dass Clintons Äusserungen auf die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard zutreffen. Keine der anderen Frauen, die sich um die demokratische Kandidatur bewerben, wird so nah mit Moskau in Verbindung gebracht wie Gabbard. US-Medien hatten unter anderem berichtet, dass mit Russland verbundene Seiten im Internet den Wahlkampfbeginn Gabbards gefeiert und ihre Politik verteidigt hätten.

Support aus Moskau? Die demokratische Abgeordnete aus Hawaii, Tulsi Gabbard. (Keystone/AP /John Minchillo/15. Oktober 2019)

(fal/sda)

Erstellt: 18.10.2019, 23:18 Uhr

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