Trump schickt 1500 Soldaten in den Nahen Osten

Mit dem Truppenausbau reagieren die USA auf die Furcht vor einem Krieg mit dem Iran.

1500 zusätzliche Soldaten: Trump kündigt den Truppenausbau vor seinem Abflug nach Japan an. (24. Mai 2019) Bild: Jim Lo Scalzo/EPA/Keystone

1500 zusätzliche Soldaten: Trump kündigt den Truppenausbau vor seinem Abflug nach Japan an. (24. Mai 2019) Bild: Jim Lo Scalzo/EPA/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die USA entsenden vor dem Hintergrund der zuletzt verschärften Spannungen mit dem Iran rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Sie sollten dort vorwiegend «schützende» Aufgaben übernehmen.

Dies sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington vor seinem Abflug nach Japan. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60'000 und 80'000 Soldaten stationiert. Hintergrund ist die deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, die die Furcht vor einem Krieg aufkommen liess.

«Ich denke nicht, dass sie mit uns kämpfen wollen»

Trump warf der iranischen Führung erneut vor, «Terror auf der ganzen Welt» zu verbreiten. Er sagte zugleich: «Ich denke nicht, dass der Iran kämpfen will. Und ich denke sicher nicht, dass sie mit uns kämpfen wollen.» Trump betonte, es dürfe nicht erlaubt werden, dass der Iran über Atomwaffen verfüge.

Laut Insidern erwog das US-Verteidigungsministerium die Entsendung von zusätzlich etwa 5000 Soldaten. Noch am Donnerstag hatte sich Trump skeptisch über Pläne gezeigt: Er glaube nicht, dass weitere Soldaten benötigt würden, sagte Trump. Er sei jedoch bereit, einen Truppenausbau in Betracht zu ziehen.

Anfang des Monats hatte Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton bereits angekündigt, einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten zu schicken. Wenige Tage später verkündete das Pentagon, ein weiteres Kriegsschiff und ein Raketenabwehrsystem würden in den Nahen Osten verlegt, um auf Drohungen aus dem Iran reagieren zu können.

(oli/sda)

Erstellt: 24.05.2019, 19:29 Uhr

Artikel zum Thema

Weshalb die Gefahr eines Kriegs im Nahen Osten steigt

Analyse Gegenseitige Drohungen zwischen den USA und dem Iran, merkwürdige Zwischenfälle mit Öltankern: Es bräuchte nicht viel, um eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang zu setzen. Mehr...

«Mister Trump, probieren Sie es mit Respekt – das funktioniert»

Der iranische Aussenminister hat die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, sein Land auszulöschen, zurückgewiesen. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!