Trump warnt vor «Monster»-Sturm und sagt Reise ab

US-Präsident Donald Trump wird wegen des Hurrikans nicht wie geplant nach Polen reisen. Der Wirbelsturm Dorian soll Florida am Montag erreichen.

Der Vize reist nach Polen, der Präsident bleibt im Weissen Haus: Mike Pence (links) und Donald Trump. (29. August 2019)

Der Vize reist nach Polen, der Präsident bleibt im Weissen Haus: Mike Pence (links) und Donald Trump. (29. August 2019) Bild: Michael Reynolds/Keystone

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US-Präsident Donald Trump hat die Bewohner der Südostküste der USA mit eindringlichen Worten vor dem herannahenden Hurrikan Dorian gewarnt. Die Vorhersagen deuteten auf einen «Monster»-Sturm hin, erklärte Trump am Donnerstagabend in einer Videobotschaft.

«Alles deutet darauf hin, dass er sehr hart zuschlagen wird und, dass es sehr gross wird», sagte Trump über den Hurrikan, der ab Sonntag oder Montag als Sturm der Stärke vier von fünf auf die US-Küste treffen könnte.

«Es sieht so aus, als wenn es ein absolutes Monster sein könnte», sagte Trump weiter. Es gebe Befürchtungen, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan Andrew – oder gar noch schlimmer.

Als Andrew 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar.

Lebensmittellieferungen für betroffene Region

Trump appellierte an die Menschen in den Küstenstaaten, sich auf den Sturm vorzubereiten. «Seien sie wachsam, bleiben sie sicher – und Gott schütze sie.» Die Regierung habe die besten Experten mobilisiert und schicke Nahrungsmittel sowie Wasser in das Gebiet. Auch Evakuierungen seien nicht ausgeschlossen.

Wegen des auf die Küste des US-Bundesstaats Florida vorrückenden Hurrikans Dorian Trump gab die Änderung seiner Pläne am Donnerstag in Washington bekannt. Er sollte am Sonntag in Warschau an Zeremonien zum Gedenken an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen vor 80 Jahren teilnehmen, mit dem der Zweite Weltkrieg begonnen hatte.

Trump sagte nun, er wolle durch sein Verbleiben im Land sicherstellen, dass alle Ressourcen seiner Regierung «auf den ankommenden Sturm ausgerichtet» seien. Er habe deshalb beschlossen, sich bei den Gedenkveranstaltungen in Polen durch Vizepräsident Mike Pence vertreten zu lassen.

Notstand in Georgia

Nach Florida ist auch für Teile des US-Bundesstaats Georgia wegen des nahenden Hurrikans Dorian der Notstand ausgerufen worden. Gouverneur Brian Kemp erklärte am Donnerstag, der Wirbelsturm könne «katastrophale» Auswirkungen haben.

Das US-Hurrikanzentrum (NHC) hatte Dorian am Mittwoch als Hurrikan der niedrigsten Stufe eins eingestuft. Der Sturm war am Donnerstag noch in der Karibik unterwegs. Meteorologen erwarten, dass Dorian am Montag Florida erreicht. (chk/AFP)

Erstellt: 30.08.2019, 02:00 Uhr

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