USA setzen Kopfgeld auf Sohn von Osama Bin Laden aus

Das US-Aussenministerium verspricht eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar für Informationen, die zu Hamza Bin Laden führen.

Suche nach Bin Ladens Sohn: US-Aussenminister Mike Pompeo und Präsident Donald Trump am Gipfeltreffen in Hanoi, Vietnam. (28. Februar 2019)

Suche nach Bin Ladens Sohn: US-Aussenminister Mike Pompeo und Präsident Donald Trump am Gipfeltreffen in Hanoi, Vietnam. (28. Februar 2019) Bild: Susan Walsh/Keystone

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Die USA haben ein Kopfgeld auf den Sohn des getöteten al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden ausgesetzt. Für Informationen, die dazu führten, Hamza Bin Laden aufzuspüren, sei eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar ausgelobt, teilte das US-Aussenministerium mit.

US-Geheimdienste sehen den etwa 30-Jährigen als eine aufsteigende Grösse im globalen Jihadismus. Hamza Bin Laden habe eine führende Rolle im Netzwerk der Terrorgruppe al-Qaida eingenommen. Seit August 2015 habe er in mehreren Botschaften im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen und mit Terrorattacken als Rache für die Tötung seines Vaters gedroht. Hamza bin Laden rief auch zum Sturz der Monarchie in Saudiarabien, dem Heimatland seiner Familie, auf.

Soll mit Atta-Tochter verheiratet sein

Osama Bin Laden war am 2. Mai 2011 im pakistanischen Abbottabad von einer US-Spezialeinheit getötet worden. Die US-Regierung hatte seinen Sohn Hamza Anfang 2017 auf ihre Terrorliste gesetzt. Mögliche Vermögenswerte des jungen Bin Laden in den USA wurden damit eingefroren. Amerikanische Bürger und Firmen dürfen seitdem auch keine Geschäfte oder Transaktionen mehr mit ihm abwickeln.

Wo sich Hamza bin Laden aufhält, ist völlig unklar. Es wird vermutet, dass er mehrere Jahre mit seiner Mutter im Iran gelebt hat. Sein Halbbruder sagte im vergangenen Jahr der britischen Zeitung «Guardian», dass Hamza bin Laden möglicherweise in Afghanistan lebe. Er sei mit der Tochter von Mohammed Atta, dem Chef der Hamburger Terrorzelle, verheiratet. Atta war einer der Flugzeug-Attentäter vom 11. September 2001. (sep/sda/afp)

Erstellt: 01.03.2019, 07:55 Uhr

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