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«Die Kirche wird nie versuchen, einen Fall zu vertuschen»

Papst Franziskus will jeden vor Gericht bringen, der sexuellen Missbrauch begangen hat.

Will jeden vor Gericht bringen, der sexuellen Missbrauch begangen hat: Papst Franziskus während seiner wöchentlichen Audienz im Vatikan. (19. Dezember 2018)
Will jeden vor Gericht bringen, der sexuellen Missbrauch begangen hat: Papst Franziskus während seiner wöchentlichen Audienz im Vatikan. (19. Dezember 2018)
Max Rossi, Reuters

Papst Franziskus hat die Vertuschung von sexuellem Missbrauch entschieden verurteilt. «Die Kirche wird niemals versuchen, einen einzigen Fall zu vertuschen oder unterzubewerten», sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Freitag.

Franziskus legte in seiner Ansprache beim traditionellen Weihnachtsempfang für leitende Mitarbeiter der römisch-katholischen Kirche, die Römische Kurie, einen klaren Schwerpunkt auf das Thema Missbrauch, das das Jahr 2018 überschattet hatte.

In der Vergangenheit seien «viele Fälle» ohne die nötige Ernsthaftigkeit behandelt worden, beklagte Franziskus. «Das darf nie wieder passieren.» Bei jedem einzelnen Fall handle es sich um eine «Ungeheuerlichkeit». Die Wahrheit zu verschleiern sei dabei «der grösste Skandal».

Wegen des Umgangs mit Missbrauchsskandalen in Chile oder in den USA steht der Papst selbst in der Kritik. Am Freitag versprach er, dass die Kirche nichts unversucht lassen werde, um jeden vor Gericht zu bringen, der solche Verbrechen begangen habe. Für Februar hat der Pontifex einen Gipfel zum Missbrauch im Vatikan einberufen. Die Erwartungen sind hoch, dass an dessen Ende handfeste Ergebnisse stehen.

(SDA)

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