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Indiens Intellektuelle geben nationale Auszeichnungen zurück

Indische Filmemacher und Wissenschaftler haben sich dem Protest von Schriftstellern gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit auf dem Subkontinent angeschlossen.

Intellektuelle werfen ihm vor, die Meinungsfreiheit in seinem Land einzuschränken: Narendra Modi, indischer Premierminister - hier bei der Eröffnungsrede am dritten Indien-Afrika-Gipfel in Neu-Delhi.
Intellektuelle werfen ihm vor, die Meinungsfreiheit in seinem Land einzuschränken: Narendra Modi, indischer Premierminister - hier bei der Eröffnungsrede am dritten Indien-Afrika-Gipfel in Neu-Delhi.
Keystone

Er werde den dritthöchsten indischen Zivilorden Padma Bhushan (Lotusorden) zurückgeben, sagte der Molekularbiologe Pushpa Mittra Bhargava am Donnerstag der indischen Nachrichtenagentur IANS. Damit protestiere er gegen die "steigende Intoleranz im Land". Seit Wochen beklagen Indiens Intellektuelle, die kulturelle Vielfalt sei unter der hindu-nationalistischen Regierung von Premierminister Narendra Modi bedroht. Politische Gruppen versuchten, eine Hindu-Monokultur durchzusetzen. Es gab eine ganze Serie von Angriffen auf Schriftsteller und Künstler in Indien, darunter auch Morde. Erst am Mittwoch hatten laut indischen Medien zwölf Filmemacher ihre nationalen Auszeichnungen zurückgegeben. Zuvor retournierten Dutzende Autoren die höchste staatliche literarische Auszeichnung, den Sahitya Akademi Award. Zahlreiche Akademiker schrieben einen Brief an Präsident Pranab Mukherjee, in dem sie ihren Sorgen Ausdruck verleihen. "Eine im höchsten Masse polarisierte Gesellschaft ist wie eine fast scharfe Atombombe. Sie kann jederzeit explodieren und die Nation in völliges Chaos stürzen."

SDA

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