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Putin kündigt Ausbau von russischem Atomwaffenarsenal an

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Westen will Russland sein Atomwaffenarsenal ausbauen. Präsident Wladimir Putin will die Zahl an Interkontinentalraketen ausbauen.

Bis zum Jahresende sollten mehr als 40 neue Raketen, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können, angeschafft werden. Das kündigte der russische Präsident am Dienstag auf einer Militärmesse im russischen Kubinka an. Diese Raketen seien fähig, "alle, selbst die technisch am weitesten entwickelten Luftabwehrsysteme zu durchbrechen". Zudem bekräftigte Putin das Ziel, die Waffen des russischen Militärs bis 2020 zu einem Grossteil zu modernisieren. Kritik an der NATO Der stellvertretende russische Verteidigungsminister Anatoli Antonow warf der NATO vor, Russland zu einem neuen Wettrüsten zu zwingen. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur RIA. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die USA erwägen, schweres Militärgerät in mehrere Länder Osteuropas und des Baltikums zu verlegen. Ziel sei es, Russland von einer Aggression in Europa abzuschrecken. Polen und Litauen bestätigten, dass es mit der US-Regierung Gespräche über die Stationierung schwerer Waffen in ihren Ländern gibt. Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak erklärte, er erwarte eine US-Entscheidung in den kommenden Wochen. Bedrohliches Russland Die osteuropäischen Staaten fühlen sich angesichts der Ukraine-Krise von Russland bedroht und wünschen sich zur Abschreckung eine wesentlich stärkere NATO-Präsenz. Die NATO erhöhte die Zahl ihrer Manöver in Osteuropa in den vergangenen Monaten stark, ausserdem rotieren inzwischen ständig westliche Truppen durch die Staaten an der Ostflanke. Am Montag hatte Russland wegen der geplanten Verstärkung der amerikanischen Militärpräsenz in Osteuropa mit erheblichen Konsequenzen gedroht. Wieder mehr einsatzbereite Waffen Nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Russland unter den Atommächten der Welt über die meisten Nuklearwaffen. Ihre Gesamtzahl sank demnach zwar im Vergleich der Jahre 2014 und 2015 von 8000 auf 7500 Stück, die Zahl der einsatzbereiten Sprengköpfe stieg jedoch von 1600 auf 1780 Stück. Diese Tendenz war zuletzt auch in den USA zu beobachten - mit einem Gesamtrückgang von 7300 auf 7260, aber einem Anstieg bei den einsatzbereiten Waffen von 1900 auf 2080. Beide Staaten betreiben laut den Sipri-Forschern derzeit zudem "umfassende und teure langfristige Modernisierungsprogramme".

SDA

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