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Republikaner zückt geladene Waffe

Bei einer Diskussionsrunde mit Waffengegnern hat Kongressabgeordneter Ralph Norman seine Pistole hervorgeholt. Um sein Argument zu unterstreichen.

Der Republikaner ist ein vehementer Waffenbefürworter: Ralph Norman spricht an einer Wahlveranstaltung in South Carolina. (20. Juni 2017)
Der Republikaner ist ein vehementer Waffenbefürworter: Ralph Norman spricht an einer Wahlveranstaltung in South Carolina. (20. Juni 2017)
Chuck Burton/AP, Keystone
Er sagte an einer Diskussionsrunde, dass es ihm nicht ergehen werde, wie der früheren Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords, die 2011 aus nächster Nähe angeschossen wurde.
Er sagte an einer Diskussionsrunde, dass es ihm nicht ergehen werde, wie der früheren Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords, die 2011 aus nächster Nähe angeschossen wurde.
Alex Wong/Getty Images, AFP
Mit dieser Waffe wurde vor sieben Jahren auf Gifford geschossen.
Mit dieser Waffe wurde vor sieben Jahren auf Gifford geschossen.
FBI Handout, Keystone
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«Nicht Waffen erschiessen Menschen, sondern Menschen schiessen die Waffen», betonte Ralph Norman am Freitag gegenüber der Zeitung «The Post and Courier». Der Republikaner rechtfertige damit seinen Entscheid, an einer vorher stattgefundenen Diskussionsrunde mit Waffengegnern eine geladene Pistole gezückt zu haben. Der Politiker habe sie zur Veranschaulichung seiner Argumente auf den Tisch gelegt.

Waffen seien in seinen Augen nur gefährlich, wenn sie in falsche Hände gelangten. Die ausufernde Waffengewalt sei vielmehr auf psychische Probleme und «einen Mangel an Moral» zurückzuführen.

«Wer mich erschiessen will, der sollte gut zielen»

Zugleich hob Norman sein Recht auf Selbstverteidigung hervor. Ihm werde es nicht wie der früheren Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords ergehen, sagte er.

Die Politikerin aus den Reihen der Demokraten war 2011 lebensgefährlich verletzt worden, als ihr ein Attentäter aus nächster Nähe in den Kopf schoss. Nach dem Anschlag startete sie eine Kampagne für schärfere Waffengesetze. «Wer mich erschiessen will, der sollte gut zielen, denn sonst schiesse ich zurück», sagte Norman.

Empörung bei Ehemann von Schussopfer

Giffords' Ehemann Mark Kelly reagierte empört auf die Äusserungen des 64-jährigen Republikaners aus dem Bundesstaat South Carolina. Er bezeichnete Norman als einen «Extremisten», der wie die mächtige Lobbyorganisation NRA auf Einschüchterung setzte und Angst verbreite. Der Kongress müsse endlich strengere Waffengesetze verschieden, erklärte Kelly.

Auch Teilnehmer der Diskussionsrunde zeigten sich erschüttert. So sagte Lori Freemon, eine freiwillige Mitarbeiterin, gemäss «Politico»: «Ich habe mich auf einen respektvollen Dialog über Waffengewalt gefreut. Stattdessen fühlte ich mich unsicher, als er uns seine geladene Pistole zeigte.»

SDA/roy

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