Libyen-Gespräche in Moskau sind gescheitert

General Haftar hat das Abkommen für einen Waffenstillstand in Libyen nicht unterzeichnet.

Hat das Waffenstillstandsabkommen offenbar nicht unterschrieben: Warlord Chalifa Haftar

Hat das Waffenstillstandsabkommen offenbar nicht unterschrieben: Warlord Chalifa Haftar Bild: Keystone

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Die Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand im Bürgerkriegsland Libyen sind zunächst gescheitert. Der einflussreiche General Chalifa Haftar sei abgereist, ohne die Vereinbarung auf einen Waffenstillstand zu unterschreiben, meldete die russischen Agentur Tass unter Berufung auf das Aussenministerium in Moskau. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es am Dienstagmorgen. Russland wolle die Arbeit an den Verhandlungen fortsetzen, hiess es.

Die Verhandlungen, die am Montag zusammen mit türkischen und russischen Diplomaten begonnen hatten, waren zunächst ins Stocken gekommen. Am Montagabend hatte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow bekanntgegeben, dass der libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch das Dokument unterzeichnet habe. Er sprach von Fortschritten. Allerdings erbat sich Haftar zunächst Bedenkzeit bis Dienstagmorgen. (red/sda)

Erstellt: 14.01.2020, 09:22 Uhr

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