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Tony Blair setzt sich künftig gegen Diskriminierung von Juden ein

Nach seinem Rücktritt als Gesandter des Nahost-Quartetts will sich der frühere britische Premierminister Tony Blair dem Kampf gegen Antisemitismus widmen.

Wie Blair in einem Beitrag für die britische Zeitung "The Times" (Donnerstagsausgabe) bekannt gab, leitet er künftig den Europäischen Rat für Toleranz und Aussöhnung, der sich gegen die Diskriminierung von Juden und die Leugnung des Holocaust einsetzt. In dem Beitrag erklärte Blair gemeinsam mit dem russischstämmigen jüdischen Geschäftsmann Mosche Kantor: "Antisemitismus ist nicht ein jüdisches Problem, sondern eins, das die ganze Gesellschaft infiziert und im Interesse von uns allen bekämpft werden muss." Staaten, internationale Organisationen und andere Akteure müssten zusammenarbeiten, um Hass und Intoleranz zu bekämpfen. "Wenn wir darauf warten, dass unsere Armeen einschreiten, wird es zu spät sein", schrieben Blair und Kantor. Blair hatte den Posten als Nahost-Gesandter Ende Mai aufgegeben. Er hatte dem Nahost-Quartett, bestehend aus den USA, Russland, der EU und der UNO, acht Jahre lang gedient. Bei den Palästinensern war er wegen seiner Nähe zu Israel unbeliebt, seine Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörde galten als angespannt. Die Nahost-Friedensverhandlungen an sich treten auf der Stelle.

(SDA)

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