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Top-Funktionär aus Nordkorea taucht plötzlich wieder auf

Ein hochrangiger Vertreter der kommunistischen Partei, der sich in einem Arbeitslager befunden haben soll, wurde offenbar von Machthaber Kim Jong-un begnadigt.

Auf einem TV-Bildschirm im Bahnhof von Seoul läuft eine Berichterstattung zu einem Konzert in Pyongyang. Darauf soll sich auch Kim Yong-chol (eingekreist) befinden. (3. Juni 2019)
Auf einem TV-Bildschirm im Bahnhof von Seoul läuft eine Berichterstattung zu einem Konzert in Pyongyang. Darauf soll sich auch Kim Yong-chol (eingekreist) befinden. (3. Juni 2019)
Ahn Young-joon, Keystone
In this June 2, 2019, photo provided on Monday, June 3, 2019, by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un, center, holds a boy in his arm during a musical performance by the wives of Korean People's Army officers in North Korea. A senior North Korean official who had been reported as purged over the failed nuclear summit with Washington was shown in state media enjoying a concert alongside leader Kim. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads: 'KCNA' which is the abbreviation for Korean Central News Agency. (Korean Central News Agency/Korea News Service via AP)
In this June 2, 2019, photo provided on Monday, June 3, 2019, by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un, center, holds a boy in his arm during a musical performance by the wives of Korean People's Army officers in North Korea. A senior North Korean official who had been reported as purged over the failed nuclear summit with Washington was shown in state media enjoying a concert alongside leader Kim. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads: 'KCNA' which is the abbreviation for Korean Central News Agency. (Korean Central News Agency/Korea News Service via AP)
Korean Central News Agency/Korea News Service, Keystone
Bilder von der Aufführung der Ehefrauen der Offiziere der nordkoreanischen Volksarmee hat die Regierung keine genehmigt. Kim Jong-un (mit Zigarette) hat es offenbar gefallen.
Bilder von der Aufführung der Ehefrauen der Offiziere der nordkoreanischen Volksarmee hat die Regierung keine genehmigt. Kim Jong-un (mit Zigarette) hat es offenbar gefallen.
Korean Central News Agency/Korea News Service, Keystone
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Ein angeblich zu Zwangsarbeit verurteilter hochrangiger Funktionär Nordkoreas ist wieder an der Seite des Machthabers Kim Jong-un aufgetaucht. Kim Yong-chol habe neben anderen Funktionären den Machthaber und dessen Frau Ri Sol-ju zu einem Konzert in Pyongyang begleitet, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien am Montag. Auch war Kim Yong-chol auf einem Bild im Publikum zu sehen.

Die südkoreanische Zeitung «Chosun Ilbo» hatte in der vergangenen Woche berichtet, Kim Yong-chol, der frühere Chefunterhändler bei den Abrüstungsverhandlungen mit den USA, sei nach dem gescheiterten Gipfeltreffen Kim Jong-uns mit US-Präsident Donald Trump im Februar in Vietnam in ein Arbeits- und Umerziehungslager geschickt worden. Beobachter bezweifelten die Berichte allerdings.

«Chosun Ilbo» hatte zudem berichtet, Nordkoreas Führung habe nach dem Gipfel den früheren Sondergesandten für die USA, Kim Hyok-chol, sowie einige Beamte des Aussenministeriums hinrichten lassen. Die auflagenstärkste südkoreanische Zeitung berief sich dabei auf namentlich nicht genannte Quellen.

Das Vereinigungsministerium in Seoul hatte sich zu dem Bericht nicht geäussert. Eine offizielle Bestätigung aus Nordkorea gab es nicht.

Die stalinistische Führung in Pyongyang ist bekannt dafür, politische Säuberungen durchzuführen. Doch oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die Hinrichtung oder Verbannung von Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. So war im Mai 2016 der angeblich hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong-gil wieder in der Öffentlichkeit erschienen.

SDA/nag

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