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UNO-Bericht: Kims Raketenprogramm ist «intakt»

Experten der Vereinten Nationen sind der Ansicht, dass Nordkorea seine Raketen in zivilen Einrichtungen versteckt. Und Sanktionen seien ineffektiv.

Machthaber: Kim Jong-un spricht am Neujahrstag zur Nation. (1. Januar 2019)
Machthaber: Kim Jong-un spricht am Neujahrstag zur Nation. (1. Januar 2019)
Korean Central News Agency, Keystone

Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm ist nach Einschätzung von UN-Experten nach wie vor «intakt». Nordkorea nutze unter anderem zivile Einrichtungen wie Flughäfen, um ballistische Raketen zusammenzubauen und zu testen, heisst es in einem Bericht an den UNO-Sicherheitsrat, den die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag einsehen konnte. Damit wolle Pyongyang verhindern, dass die Raketen durch mögliche Luftangriffe der USA zerstört würden.

Die Sanktionen gegen das international isolierte Land seien weitgehend «ineffektiv», beklagen die UNO-Experten zudem. So erhalte Nordkorea weiter illegale Öllieferungen, verkaufe Kohle und verstosse gegen das Waffenembargo. Unter anderem versuche die Führung des Landes, Waffen nach Syrien, an die Huthi-Rebellen im Jemen, nach Libyen und in den Sudan zu liefern. Finanzsanktionen seien nur unzureichend umgesetzt und würden massiv umgangen.

Video: Kim Jong-uns Neujahrsansprache gegen die USA

Der nordkoreanische Führer findet in seiner Ansprache scharfe Worte gegen Amerika. (Video: AFP)

Der Bericht wurde vor einem geplanten zweiten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-Un an den Sicherheitsrat der UNO übergeben. Trump und Kim werden sich Ende Februar in Vietnam treffen.

Die Zweifeld des Geheimdienstes

Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur eine vollständige nukleare Abrüstung zugesagt, sich aber nicht auf Details festgelegt. Die Verhandlungen zwischen Nordkorea und den USA gerieten seither immer wieder ins Stocken.

Die US-Geheimdienste haben zudem starke Zweifel daran, dass Kim wirklich vollständig nuklear abrüsten will. Am Mittwoch wird der US-Sondergesandte Stephen Biegun zu Gesprächen in Pyongyang erwartet.

AFP/fal

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