Bally wird chinesisch

Eine asiatische Investmentgesellschaft hat die Mehrheit an Bally erworben. Damit wird die bewegte Geschichte der Schweizer Marke um ein Kapitel erweitert.

Shandong Ruyi hat sich die Mehrheit an Bally gesichert.

Shandong Ruyi hat sich die Mehrheit an Bally gesichert. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Die Schweizer Traditionsmarke Bally hat mal wieder einen neuen Besitzer – das Unternehmen geht nach China zu Shandong Ruyi. Am Freitag haben sich die Investmentgesellschaft und der heutige Besitzer JAB Holding der deutschen Milliardärsfamilie Reimann darauf geeinigt. Shandong erwirbt laut einer Mitteilung eine Mehrheitsbeteiligung an Bally, JAB wird eine Minderheitsbeteiligung am Modeunternehmen behalten.

Die Beteiligungsgesellschaft JAB, die das Vermögen der Familie Reimann verwaltet, hatte Bally bereits letztes Frühjahr ins Schaufester gestellt. Man prüfe strategische Optionen, darunter auch einen möglichen Verkauf von Bally, hiess es seinerzeit.

Schon mehrmals vekauft

Wie viel Shandong Ruyi für die Mehrheitsbeteiligung an Bally zahlt, bleibt in der JAB-Mitteilung ungenannt. «Bally ist eine der wichtigsten Marken für Luxusschuhe und Lederaccessoires mit einer mehr als hundertjährigen Tradition. Die Geschichte von Bally und seinen Produkten ergänzt in hohem Masse unsere bestehende Stärke im Modebereich», lässt sich Shandong-Chairman Yafu Qiu zum Deal zitieren.

Bally wurde 1851 von Carl Franz Bally gegründet. 1976 hielt Werner K. Rey kurz die Aktienmehrheit, ihm folgte 1977 der Rüstungskonzern Oerlikon-Bührle, welche wiederum seine Bally-Anteile 1999 an die US-Investmentgesellschaft Texas Pacific Group (TPG) veräusserte. Im April 2008 wurde das Unternehmen erneut verkauft – an die Vorläufergesellschaft von JAB. (chi/sda)

Erstellt: 09.02.2018, 13:14 Uhr

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