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Schweizer bezahlen mehr mit TwintBargeld nicht mehr beliebtestes Zahlungsmittel

Die Hygienesituation während der Pandemie führt dazu, dass vermehrt mit Karten bezahlt wird. Auch die Bezahl-App Twint wird immer beliebter.

Wegen den verschärften Hygienebedingungen hat sich in der Schweiz das Zahlungsverhalten geändert: Twint hat einen Schub erhalten, Bargeld wird seltener genutzt.
Wegen den verschärften Hygienebedingungen hat sich in der Schweiz das Zahlungsverhalten geändert: Twint hat einen Schub erhalten, Bargeld wird seltener genutzt.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Die Liebe der Schweizer zum Bargeld hat in der Corona-Krise einen Dämpfer erhalten. Es wurde laut einer Umfrage erstmals vom Thron als beliebtetes Zahlungsmittel gestürzt. Auf der anderen Seite griffen die Menschen vermehrt zur Handy-Bezahlapp Twint.

Die Corona-Krise beschleunigte den Trend zum bargeldlosen Bezahlen und verlieh insbesondere auch neueren Methoden wie Twint Rückenwind. Zum ersten Mal in einer vom Vergleichsdienst Moneyland durchgeführten und am Dienstag veröffentlichten Umfrage wird Bargeld von der Schweizer Bevölkerung nicht mehr als wichtigstes Zahlungsmittel angesehen.

An der Spitze stehen nun Debitkarten, die 73 Prozent der Befragten als unverzichtbar betrachten, gefolgt von Kreditkarten mit 71 Prozent. Cash steht erst an dritter Stelle: Darauf möchten im Jahr 2021 zwar immer noch 67 Prozent nicht verzichten – vor einem Jahr waren es aber noch 78 Prozent gewesen.

Auf die Maestro-Debitkarte möchten derweil 53 Prozent nicht verzichten, danach folgt bereits Twint mit hohen 43 Prozent, wie Moneyland weiter schreibt. Vor der Corona-Krise im Januar 2020 waren es hier erst 26 Prozent, die Twint nicht missen wollten. Kein anderes Bezahlmittel hat so stark zugelegt. Populär ist Twint besonders bei den Jüngeren: Zwei von drei 18- bis 25-Jährigen wollen weiter damit zahlen.

Lesen Sie dazu: Über drei Millionen Nutzerinnen und Nutzer – wieso Twint so erfolgreich ist.

Bei der jungen Bevölkerung an Beliebtheit gewonnen hat auch die Revolut-Karte. Bereits über ein Fünftel der 18- bis 25-Jährigen nutzen diese im Laden als Zahlungsmittel. Deren Popularität führt Moneyland in erster Linie auf die einfachen Prozesse und die gute Nutzbarkeit der Revolut-App sowie die tiefen Gebühren zurück.

Cash bleibt Trumpf im Laden

Bei Zahlungen im Laden ist Bargeld in der Schweiz aber immer noch sehr populär. 98 Prozent der Befragten nutzen hier noch Bargeld: 17 Prozent selten, 47 Prozent gelegentlich und 34 Prozent oft. Aber auch hier hat Twint während der Corona-Krise klar an Boden gewonnen. Nutzten im Januar 2020 erst 36 Prozent der Befragten Twint im Laden, so sind es nun bereits 48 Prozent.

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Am der Online-Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag von Moneyland im Januar 2021 durchgeführt wurde, nahmen insgesamt 1503 Personen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz teil.

SDA/oli

101 Kommentare
    Trächsel Daniel

    TWINT ist absolut skandalös, als Onlineshop - Betreiber, weiss ich darüber sehr gut Bescheid, Gebühren werden erhoben, die Hauptsprache ist Englisch Deutsch in verspönnt, Ausfälle und Störungen werden kaum mitgeteilt, die Gutschriften werden oft erst nach 5 Tagen ausbezahlt, manchmal fällt das ganze System aus, die Kontrolle ist mühsam, direkte Ansprechpartner gibt es nicht, es ist sehr mühsam, aber leider nicht zu ersetzen.

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