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Restaurant und Hotel in IslikonBaustart im 200-jährigen Greuterhof

Die anspruchsvollen Arbeiten am historischen Gebäude sollen bis September dieses Jahres andauern.

Der Greuterhof in Islikon, Gachnang, ist auch bekannt für Anlässe, wie der Weihnachtsmarkt 2019.
Der Greuterhof in Islikon, Gachnang, ist auch bekannt für Anlässe, wie der Weihnachtsmarkt 2019.
Madeleine Schoder

Das historische Greuterhof-Geviert in Islikon hat eine Renovation dringend nötig. Es handle sich um ein anspruchsvolles Projekt, heisst es in einer Mitteilung. Um künftig den behindertengerechten Zugang zu den denkmalgeschützten Räumen sicherzustellen, wird im Südteil ein Lift eingebaut. Weiter werden dringend notwendige Unterhaltsarbeiten an Dach, Fassade, Fensterbänken und Nasszellen ausgeführt – alles, ohne die
wertvolle historische Bausubstanz zu verletzen.

Hygienezone eingerichtet

Die Vorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie würden eingehalten, teilt die Stiftung in einer Mitteilung mit. Etwa indem eine Hygienezone eingerichtet worden sei. Hotel und Restaurant sind derzeit aufgrund der Pandemie geschlossen, an diesem Gebäudeteil werden allerdings keine Bauarbeiten vorgenommen. Das Greuterhof-Geviert ist ab September wieder für Veranstaltungen geöffnet – eine Einweihungsfeier soll im Oktober stattfinden.

Bereits 2019 hatte der Stiftungsrat ein Nutzungskonzept für das Industriedenkmal Greuterhof erarbeitet. Auf dieser Grundlage haben die Frauenfelder Architekten Gabriel Müller und Michael Helbling ein Gesamtkonzept für die Sanierung erstellt; die kantonale Denkmalpflege hat den Prozess von Anfang an begleitet. Andreas Jäger, Präsident der Stiftung Greuterhof, sagt: «Der einzigartige Charme des Gevierts bleibt erhalten, während wir es gleichzeitig fit machen für seine Zukunft.» Um eine allzu lange Schliessung zu vermeiden, haben sich alle Parteien auf einen sehr sportlichen Zeitplan geeinigt, so Jäger weiter: «Die kurze Bauphase ist eine Herausforderung, ganz besonders angesichts der aktuellen Situation. Wir werden sie aber meistern.»

2,6 Millionen Franken

Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Franken. Die Stiftung und der Verein verfügen über Eigenmittel, die einen Teil dieses Investitionsvolumens abdecken; zudem erlauben es Pacht- und Mieterträge, einen Teil der Baukosten über einen Bankkredit zu finanzieren. Dennoch hofft die Stiftung auf die Unterstützung von Gönnerinnen und Gönnern. Der Stiftungsrat denke dabei insbesondere an Verbesserungen für die jungen Berufsleute, die im Greuterhof ihre Ausbildung machen, sagt Jäger: «Die Jugendlichen verdienen ein Umfeld, in dem sie gern lernen und arbeiten.» Daher wolle die Stiftung zusätzliche Mittel in die Infrastruktur für die Berufsbildung investieren, heisst es in der Mitteilung.