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Sozialhilfebetrug in Winterthur«Bei einem grossen Betrug lohnt sich eine Observation für 5000 Franken»

Detektive, die Sozialhilfebetrüger enttarnen, empfehlen sich den Winterthurer Behörden. Doch die Methode ist umstritten, und die Stadt will keine «Beschattungen wie in Jerry-Cotton-Krimis». Sie vertraut bei grossen Fällen auf die Stadtpolizei.

Im März wird über die gesetzliche Grundlage abgestimmt: Eine Privatdetektivin bei der Arbeit.
Im März wird über die gesetzliche Grundlage abgestimmt: Eine Privatdetektivin bei der Arbeit.
Archivfoto: Keystone

Ein Mann versteckte seine florierende Autogarage vor den Winterthurer Sozialbehörden und betrog die Stadt so um mehrere Hunderttausend Franken. Der vergangene Woche publik gewordene, dreiste Fall hat unter den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung ein grosses Echo ausgelöst. Zwar sind sich das Winterthurer Sozialdepartement und die leitende Bezirksrichterin einig, dass keine Fehler passiert sind: Bei der internen Revision hatten Mitarbeiter unter anderem nicht deklarierte Einkünfte entdeckt und daraufhin die Polizei eingeschaltet.

Doch als der Mann schliesslich 2015 verhaftet wurde, hatte sich der Betrug bereits über einen langen Zeitraum von neun Jahren erstreckt. Der Mann und seine Frau wurden verurteilt, sie leben schon seit 1997 und bis heute von der Sozialhilfe, wie beim Gerichtsprozess bekannt wurde.

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