Viele Forderungen beim Ostermarsch

Am Ostermontag protestierten in Bern Hunderte Menschen unter anderem gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer.

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Die Schweiz soll Frieden statt Krieg exportieren: Hunderte Menschen haben sich am Ostermontag in Bern dieser Forderung und dem traditionellen Ostermarsch der Friedensbewegung angeschlossen.

«Keine Waffenexporte in Bürgerkriegsländer», lautete die zentrale Forderung der Kundgebungsteilnehmenden. Die Schweiz sei nicht darauf angewiesen, die Welt mit Waffenlieferungen unsicherer zu machen, betone Magdalena Küng von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA). Das Land habe weit besseres zu exportieren: Handelsgüter etwa, die zu einem guten Leben beitragen könnten oder Dienste, die den Frieden förderten.

Was im Ausland mit den exportierten Waffen geschehe, habe die Schweiz nicht in der Hand. Oft dienten Waffen und anderes Kriegsmaterial zur Einschüchterung, Unterdrückung, offenen Gewalt oder Kriegsführung.

Für die Kundgebungsteilnehmenden steht dies in krassem Widerspruch zur Neutralität und humanitären Tradition der Schweiz. «Auf der einen Seite Friedensvermittlerin, auf der anderen Seite Kriegstreiberin: «Das ist heuchlerisch.»

«Gegen alle Vernunft und Anstand»

Der Berner Ostermarsch startet jeweils im Eichholz und führt der Aare entlang, über die Kirchenfeldbrücke auf den Münsterplatz. Hunderte regenbogenfarbene Fahnen flatterten im Wind als der 1000 bis 1500 Personen zählende Kundgebungszug Richtung Münsterplatz marschierte. Auf Transparenten waren Slogans zu lesen wie: «Kein Schweizer Geld für Kriege dieser Welt».

GSoA-Sekretärin Küng kam in ihrer Ansprache auf die Forderung der Schweizer Rüstungsindustrie nach einer Lockerung der Waffenexporte zu sprechen. Es sei «ein Hohn und gegen alle Vernunft und Anstand», dass der Bundesrat dieser Lockerung zunächst zugestimmt habe.

Nur dem Engagement von Menschen, die sich für eine friedlichere Welt einsetzten sei es zu verdanken, dass der Bundesrat das Vorhaben vorderhand sistiert habe. Küng verwies in diesem Zusammenhang auf die Korrektur-Initiative, mit der Schweizer Waffenexporte in Bürgerkriegsländer verhindert werden sollen.

Tradition aus den 1960-er Jahren

Ostermärsche gibt es in aller Welt. Die Tradition geht auf die 1960-er Jahre zurück als Friedensbewegungen gegen die atomare Aufrüstung protestierten, so auch in Bern. Ostern erachten die Organisatoren auch in einer säkularen Welt als den richtigen Moment, ein Zeichen für eine friedvollere Welt zusetzen.

Der Ostermarsch in Bern wird von über 30 politischen und kirchlichen Organisationen getragen, darunter etwa die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee. (SDA)

Erstellt: 22.04.2019, 16:21 Uhr

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