DownUnder

Vom Element Wasser angetan

In seinem letzten Blog blickt der Kanute Fabio Wyss auf vier intensive Monate in Australien zurück.

Es ist schon Zeit für meinen letzten Beitrag aus Down Under . Vier Monate vergingen wie im Flug und ich glaube meine Zeit gut genutzt zu haben. Neben vielen harten Trainingseinheiten und erfolgreichen Wettkämpfen gab es auch an Land tolle Erlebnisse. Wobei: «An Land» stimmt nicht so ganz, das Element Wasser begleitete mich oft. Meistens zog es mich in meiner Freizeit an einen Strand oder auf ein Boot.

Und einmal besuchten wir mit unserer Kanugruppe den Wasserpark «Wet and Wild». Dieser unterschied sich von ähnlichen Anlagen in der Schweiz vor allem in der Anzahl und Schwierigkeit der Bahnen. Zudem fand das Ganze outdoor statt und gegen den Abend wurde es mit einer zügigen Brise richtig frisch. Um uns warm zu halten, rannten wir Kanuten immer von Bahn zu Bahn und schnellstmöglich die Treppen hinauf. Zudem trugen einige von uns Neoprenanzüge. Man könnte jetzt sagen, dass wir ziemliche Weicheier sind, aber eine Erkältung zu riskieren, nur um etwas cooler auszusehen, war für uns nicht wirklich eine Option. Kanuten sind halt etwas speziell und auffällig, das ist in der Schweiz so und ist in Australien nicht anders.

In meiner letzten Woche genoss ich nochmals die Sonnenseiten Australiens, wobei die Sonne sich anfangs nicht wirklich zeigen wollte. Die Temperaturen fielen und der Seepegel stieg aufgrund des heftigen Regens an. Ich versuchte es positiv zu sehen und hoffte, dass mir dann die Akklimatisation in der Schweiz einfacher fallen wird. Rechtzeitig auf das Oster­wochenende kam aber das gute Wetter zurück.

Dies war auch wichtig, denn es waren einige Abschieds-Barbecues geplant. Alleine am Ostersonntag nahm ich an zwei Barbecues teil. Ein wohl würdiger Abschied von diesem schönen Land mit seinen netten und doch leicht verrückten Bewohnern. Vieles werde ich vermissen. Neben neuen Freunden sind es die wunderschönen Sonnenaufgänge in den Morgentrainings und das anschliessende reichhaltige Frühstück in einem der vielen Cafés. Natürlich auch das Meer, das ich so zu schätzen gelernt habe. Auch wenn danach alles salzig und sandig war, hat es sich jedes Mal gelohnt, mit dem Fahrrad an einen der unzähligen Strände in der Nähe zu radeln. Gut verzichten kann ich aber auf das viel zu frühe Aufstehen – teils um 5 Uhr.

Ansonsten hatte ich aber ein sehr sorgenfreies Leben in Down Under. Trotzdem freue ich mich so richtig, meine Familie und meine Freunde in der Schweiz wieder zu treffen und rechtzeitig auf den Frühling zu Hause zu sein. Natürlich geht es mit Paddeln nicht weniger intensiv weiter. Die Qualifikationen für die Weltcups und die Olympischen Spiele stehen auf dem Programm. Mit der Gewissheit, die bestmögliche Vorbereitung gehabt zu haben, kann ich mit viel Selbstvertrauen an diese Aufgaben herangehen. ()

Erstellt: 01.04.2016, 10:00 Uhr

DownUnder

Der 26-jäh­rige Kanute Fabio ­Wyss (KC Rapperswil-Jona) berichtet­ jeden zweiten Donnerstag aus ­ Australien über seine Vorbereitungen auf die Olympiasaison.

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