Wenn das Wetter macht, was es will

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Petrus und Konsorten können es uns in den letzten Tagen einfach nicht recht machen. Sonnige Hitze­tage und Tropennächte lösen plötzlich den tagelangen Dauerregen ab. Zu viel für die wenig witterungsresistente Spezies Mensch und so ist bei extremen Wetterlaunen der Natur auch die Mötzel- und Trötzelei nicht weitentfernt.Anfang Juni war es zu nass und sowieso viel zu kalt.

Die Bauern beklagten Ernteausfälle und Beeren starben, Ellikon wurde von drohenden Überschwemmungen eingekesselt und die Camperferien an der Thur fielen sprichwörtlich ins Wasser. Scheinbar von einem Tag auf den anderen schlug das Wetter um und die Sonne schien, als gäbe es kein Morgen mehr. Zeitweise war es so heiss, dass man sich kaum mehr aus dem Haus getraute. Ganz abgesehen vom übermässigen Schwitzen im Büro und im Auto. Dazu feierten die Mücken an der Thurauen eine grosse Party und die grelle Sonne färbte so manche Haut krebsrot.

Auf dem Land hindern diese Wetterlaunen die Menschen noch lange nicht daran, kreativ zu sein und die Schattenseiten ganz und gar zur Sonne hinzuwenden. Wie beispielsweise der Hüniker Pensionär, der im eigenen Garten Heu trocknete wie vor hundert Jahren und sich aus dem Mistwetter einen Spass machte. Oder wieso auch dem Jahrhundertregen aus dem Weg gehen, wenn sich der Vorplatz von alleine zur Privat-Badi wandelt. So gibt es zumindest keine Tüechli-Debatten oder Parkplatzprobleme mehr. Und anstatt vor der Mückenparty zu flüchten, heisst es mitfeiern. Schliesslich kennen die Landleute genügend Tipps und Tricks, um sich gegen die gemeinen Stechmonster zu wappnen.

Am Ende können wir die Launen von Petrus sowieso nicht beeinflussen. Deshalb gilt: weniger motzen, sondern das Wetter auf dem Land einfach in seinen schönsten Farben und Formen auskosten.

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Erstellt: 30.06.2016, 16:08 Uhr

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