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Bonus-Punkte fürs elektrische Fahren

Ohne regelmässiges Stromladen sind Plug-in-Hybride alles andere als Umweltfreunde. BMW will den Lademuffeln jetzt mit einem Bonus-System auf die Sprünge helfen.

BMW-Fahrer können mit ihrem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug Punkte fürs elektrisches Fahren sammeln
BMW-Fahrer können mit ihrem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug Punkte fürs elektrisches Fahren sammeln
Foto: BMW

BMW will spielerisch gegen eine mangelnde Ladedisziplin seiner Plug-in-Hybrid-Kunden vorgehen: Mithilfe eines Bonuspunkte-Systems sollen die Nutzer künftig zum regelmässigen Stromtanken und so zum möglichst häufigen emissionsfreien Fahren angeregt werden. Die sogenannten BMW Points gibt es für jeden elektrisch zurückgelegten Kilometer, innerhalb von Umweltzonen erhält man zwei. Die Punkte werden automatisch gutgeschrieben und können gegen ein Ladeguthaben beim BMW-Ladedienst eingetauscht werden. 1250 Points entsprechen 10 Euro, 3000 Points sind 25 Euro, für 5800 Points gibt es 50 Euro.

Das Bonuspunkte-System ist mehr als eine Spielerei zur Kundenbindung. Plug-in-Hybride sind zuletzt massiv in Kritik geraten, da ihr theoretisches Klimaschutz-Potenzial sehr oft nicht abgerufen wird, weil die Nutzer aus Bequemlichkeit auf das Laden verzichten. In solchen Fällen fahren die Autos in der Regel mit vergleichsweise durstigen Benzinmotoren. In ganz Europa wird daher diskutiert, die Nutzung der Plug-in-Hybride allenfalls zu überwachen oder den Verbrauch neu zu berechnen. Eine schwindende Attraktivität der Steckdosen-Hybride wäre für vor allem für die meisten Premiumhersteller ein ernstes Problem, da sie deren niedrige Emissionswerte benötigen, um die CO2-Strafen zu vermeiden.

Der neue digitale Service steht bereits in Deutschland, den Niederlanden und Belgien zur Verfügung, weitere Märkte folgen im Laufe des Jahres 2020. (lie)

1 Kommentar
    Jürgen Baumann

    Das ist lustig. Erst veraltete Fahrzeugtechnik in den Markt drücken und dann das Ganze auch noch "gamifizieren".

    Soll so das schlechteste aus beiden Welten kaschiert werden?

    Da staunt ja selbst Herr Scheuer, der Präsident aller ICE-Heiligen.