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Boot auf der Autobahn war eine Werbeaktion

Ein von der Kantonspolizei Zürich veröffentlichtes Archivbild aus den 1970er-Jahren sorgte unlängst für Rätselraten. Nun ist klar: Das Boot auf der Autobahn A3 war eine Werbeaktion – gebilligt von der Polizei.

Dieses Bild entstand Ende der 70er-Jahre bei der Autobahneinfahrt Horgen. Nun ist klar: Es handelte sich um eine bewilligte PR-Aktion.
Dieses Bild entstand Ende der 70er-Jahre bei der Autobahneinfahrt Horgen. Nun ist klar: Es handelte sich um eine bewilligte PR-Aktion.
Kantonspolizei Zürich / pd

Ein kurios gekleideter Kapitän «steuert» Ende der 1970er-Jahre ein Boot auf der Überholspur der Autobahn A3 bei der Einfahrt Horgen – über Ostern veröffentlichte die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Twitterkanal dieses Bild im Rahmen ihrer Serie #kapogestern.

Die Sache war rätselhaft. Auf Twitter und auch auf dem Facebook-Kanal der «Zürichsee-Zeitung» entwickelte sich rasch eine angeregte Diskussion. Wer ist auf dem Bild zu sehen? Handelte es sich um einen Scherz? Wurden die Verantwortlichen für diese Aktion damals gebüsst? Und welche rechtlichen Konsequenzen hätte eine solche Bootsfahrt überhaupt?

Auch eine Nachfrage bei der Kantonspolizei Zürich, die das Bild ja veröffentlicht hatte, brachte keine Klärung. Man habe leider keinerlei Informationen darüber, unter welchen Umständen das Bild entstanden sei, hiess es von Seiten der Kapo-Medienstelle.

Es war eine PR-Aktion

Nun hat sich das Rätsel gelöst: Das Boot auf der Autobahn war eine Werbeaktion – bewilligt von der Polizei. «Die Fotos wurden als Abowerbung für die Zeitschrift Nebelspalter gemacht. Die Bootswerft F. Huber AG in Horgen lieferte das Ruderboot, die Zeitschrift lieferte den ‹Kapitän› und den Papagei», sagt Felix Huber, Gründer und langjähriger Geschäftsinhaber der gleichnamigen Horgner Bootswerft.

Die PR-Übung sei mit Einverständnis der Polizei und sogar in deren Begleitung durchgeführt worden, betont Felix Huber. Der Bootbaumeister erinnert sich noch gut an die Aktion: «Wir wollten einfach etwas lustiges machen».

Die Überholspur der Autobahn sei damals kurzzeitig gesperrt worden: «Es war alles mit der Polizei abgesprochen, eine Busse gab es selbstverständlich nicht». Die Bewilligung zu bekommen sei nicht sonderlich schwierig gewesen, sagt Huber. «Das lief problemlos mit der Polizei».

So erklärt sich auch, wie die Kantonspolizei Zürich an das kuriose Bild gekommen ist. Vermutlich hat einer der anwesenden Polizisten die aussergewöhnliche Szenerie fotografiert – und dieses Bild wanderte dann ins Archiv.

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